Nach dem Ausscheiden aus dem Pokal hat Werder Bremen auch in der Bundesliga eine weitere Niederlage hinnehmen müssen, obwohl sie sich in gewisser Weise verbessert haben. In der Tabelle befinden sich die Bremer nun endgültig im Niemandsland. In der vergangenen Woche fanden am Osterdeich viele Gespräche statt, die nach dem enttäuschenden Pokalaus gegen Bielefeld (1:2) unvermeidlich waren. Die Ereignisse nach dem Schlusspfiff, bei denen die Mannschaft vom Werder-Anhang auf eine bemerkenswerte Weise stark kritisiert wurde, hatten nachhaltige Auswirkungen und führten in diesen Tagen zu einem Gespräch mit Fanvertretern. Weiser machte klar: „Wir haben kein Problem mit dem Ego.“ Ebenso wichtig waren die internen Abläufe innerhalb der Mannschaft: Milos Veljkovic berichtete, dass auch ein „Meeting“ mit den Spielern und Verantwortlichen stattgefunden hat. Ohne öffentlich darzulegen, „was wir alles tun“, erklärte der Werder-Spieler, sei die Hauptbotschaft dennoch, „dass wir uns so nicht präsentieren können“. Der Unterschied zwischen dem VfL und Werder ist enorm. Am Samstagnachmittag gab es zumindest in dieser Hinsicht eine Verbesserung für die Bremer im Spiel gegen den VfL Wolfsburg, obwohl die Gäste, dank ihrer beeindruckenden Effizienz (zwei Chancen, zwei Tore), das Spiel mit 2:1 gewinnen konnten. Die Tore, die jeweils früh in beiden Halbzeiten fielen, waren ausreichend, um zu gewinnen – der Unterschied zu den in den letzten Wochen angeschlagenen Bremern hätte kaum größer sein können. Die Gastgeber hingegen mangelten es an dieser Effizienz bei zahlreicheren und prestigeträchtigeren Anlässen. Die angeführte und demonstrierte „Reaktion“. Im Werder-Lager wurde tatsächlich über die zuvor herbeigesehene und letztlich auch gezeigte Reaktion gesprochen.
