Auch zum Saisonstart fehlte Stürmer Fisnik Asllani im Aufgebot der TSG Hoffenheim in Köln. Bis zum Comeback dürfte es auch noch eine Weile dauern, ein Last-Minute-Transfer scheint aber vom Tisch.
Was aus Hoffenheims Vogt-Leihe folgt
Drei Wochen ist es nun her, seit die Nachricht vom gescheiterten Transfer von Fisnik Asllani nach Leipzig im Hoffenheimer Trainingslager in Österreich einschlug. Sofort waren die Hoffenheimer Bosse bemüht, den Vorgang und die seitens RB ins Feld geführten „medizinischen Bedenken“ abzumildern. Asllani werde unmittelbar wieder ins TSG-Training einsteigen, mit dem baldigen Comeback wollte man letzte Zweifel von der Belastbarkeit des 24-Jährigen ausräumen. Sogar einen Transfer nun eben zu einem anderen Klub wollte man im Kraichgau nicht völlig ausschließen.
Doch nach dem ersten Pflichtspiel im Pokal (4:0 in Aue) verpasste Asllani auch den Ligastart am Samstag in Köln (2:3), während der nach der WM und einer Leisten-OP deutlich später wieder ins Training eingestiegene Andrej Kramaric bereits im Kader und in der Schlussphase auch wieder auf dem Platz stand. „Wir haben viele intensive Wochen der Vorbereitung in den Beinen, da ist es für Spieler, die inhaltlich nicht voll dabei waren, nicht so einfach in den Kader zu kommen“, argumentierte zuletzt Trainer Christian Ilzer. Für Kramaric schon, für Asllani nicht.
Ilzer: „Er hatte eine Entzündung am Hoffa-Fettkörper im Knie“
„Bei Fis wird es noch etwas dauern, er wird langsam aufbelastet und ans Mannschaftstraining herangeführt“, das hatte Ilzer am Freitag wiederholt und erläutert: „Er hat eine kleine Entzündung am Hoffa-Fettkörper im Knie gehabt, das hat es etwas verzögert. Aber alles ist gut, er wird Schritt für Schritt mehr belastet und mehr am Teamtraining teilnehmen.“ Das klingt nicht nach einem unmittelbar bevorstehenden Comeback im TSG-Trikot.
Ob es sich bei der von Ilzer angesprochenen Knieproblematik tatsächlich auch um die seitens Leipzig beanstandete Blessur und Struktur handelt, ist weiter offen. Es wäre aber durchaus schlüssig nach allem, was bislang an Andeutungen nach außen drang. „Er hat die Vorbereitung durch den geplanten Wechsel nicht komplett mitgemacht. Daher führen wir ihn mit einer guten Belastungssteuerung zurück und geben ihm die Zeit, die andere schon hatten. Außerdem wird die Saison nicht im September entschieden“, hatte Sportgeschäftsführer Andreas Schicker neulich gegenüber dem kicker erklärt, „wir sind auch mit den Ärzten gut abgestimmt, damit wir ihn nach und nach wieder voll belasten können.“
Dagegen scheint jedenfalls grundsätzlich nichts zu sprechen. Sonst hätten sich die Verantwortlichen kaum dazu entschieden, mit der bevorstehenden Leihe von Neuzugang Alessandro Vogt nach Heidenheim (der kicker berichtete) die Reihen der Stürmer etwas zu lichten. Davon hätte man sicherlich abgesehen, wäre Asllani doch noch gewechselt oder eine längerer Ausfallzeit zu befürchten gewesen.
