Erst vor wenigen Tagen kam Adam Daghim als Hoffenheims letzte Verstärkung aus Salzburg, nun will Red Bull das TSG-Talent Deniz Zeitler (19) kaufen. Aber auch der SC Paderborn mischt noch mit.
Auch Paderborn mischt mit
Aus Hoffenheims Trainingslager in Seefeld (Österreich) berichtet Michael Pfeifer
Als sich die TSG zuletzt mit Adam Daghim aus Salzburg verstärkte, stellte sich für Deniz Zeitler automatisch die Frage nach der Zukunftsperspektive in Hoffenheim. Denn genau diese Position vorne links hatte der 19-Jährige zuletzt in den Testspielen bei den Profis bekleiden dürfen. Doch nun wurde ihm neben Österreichs Nationalspieler Alexander Prass auch noch dieser 13-Millionen-Einkauf vor die Nase gesetzt. Im Trainingslager in Österreich fehlt Zeitler.
Paderborn will Zeitler ausleihen
Was tun? Die Herausforderung annehmen und versuchen, sich trotzdem durchzusetzen? Oder anderswohin ausweichen? Schließlich soll für den vor einem guten Jahr aus Ingolstadt geholten Angreifer nach nunmehr zwei Jahren in der 3. Liga der nächste Schritt folgen. Wohl eher nicht in Hoffenheim. Schließlich ist die Chance, ausreichend Spielzeit bei den Profis zu bekommen, nun erheblich gesunken.
Ausgerechnet Daghims alter Klub Red Bull Salzburg lockt nun Zeitler, um die offene Planstelle dort zu besetzen. Die Österreicher wollen Zeitler kaufen, von einer Ablöse zwischen vier und fünf Millionen Euro ist die Rede. Dann wäre das Kapitel Zeitler für Hoffenheim abgehakt. Zuletzt sprach immer mehr für diese Variante. Immerhin böte diese Variante für den Spieler die Möglichkeit, sich bei einem renommierten Klub durchzusetzen und auch die Chance auf internationale Einsätze.
Der dritte Hoffenheimer zum SC?
Aber auch ein Bundesliga-Konkurrent mischt noch mit. Der SC Paderborn bemüht sich ebenfalls, den quirligen, dribbelstarken und antrittsschnellen Stürmer zu holen. Allerdings käme für den Aufsteiger dem Vernehmen nach nur eine Leihe infrage. Dann könnte sich Zeitler doch in der Bundesliga präsentieren, und die TSG hätte weiterhin die Vertragshoheit.
Zeitler wäre dann gleich der dritte Spieler, der in diesem Sommer von der TSG zu den Paderbornern wechselt. Zuvor hatte sich bereits Eigengewächs Luka Duric dorthin verabschiedet, später hatte die TSG auch Torhüter Nahuel Noll (zuletzt Hannover) zum SCP weiterverliehen.
Mal sehen, wie sich alle Parteien schlussendlich im Fall Zeitler einigen. Für Hoffenheims zweite Mannschaft in der 3. Liga hatte er in der vergangenen Saison in 38 Einsätzen stattliche 15 Tore und fünf Assists verbucht.
