Er gilt als verheißungsvolles Talent, könnte Hertha BSC in diesem Sommer verlassen. Der 16-jährige Kennet Eichhorn stand auch beim deutschen Rekordmeister auf der Liste. Nun aber haben sich die Münchner gegen einen Transfer entschieden. Aus mehreren Gründen.
Auch das Handgeld spielt eine Rolle
Die Gerüchte um Herthas Youngster rissen nicht ab. Sportvorstand Max Eberl hätte Kennet Eichhorn gerne verpflichtet, stand regelmäßig im Austausch mit der Spielerpartei. Auch in Berlin hieß es lange, das Thema sei sehr heiß, ein Transfer von der Hauptstadt an die Isar keineswegs ausgeschlossen. Doch schon früh hatte die bayerische Klubspitze ihre Bedenken.
Bereits Ende Januar berichtete der kicker, dass ein Wechsel des 16-Jährigen zum FC Bayern sehr unwahrscheinlich sei, da „die Befürworter eines Transfers im Verein vorerst keine Mehrheit mehr haben“. Die Spekulationen blieben, doch die mehrheitliche Meinung im Klub hat sich seither nicht geändert – und wurde nach den jüngsten Gesprächen nochmals bekräftigt.
Mehr Handgeld als Ablösesumme?
Zwar wäre Eichhorn bereit gewesen für einen Wechsel, doch wie der kicker erfuhr und auch Sport1 berichtet, sollen die Bayern nun endgültig Abstand genommen haben. Insbesondere das hohe Handgeld, im Raum steht eine zweistellige Millionen-Euro-Summe, soll einmal mehr als Transfer-Stilmittel für Verwunderung gesorgt haben. Diese Zahlung allein für die Unterschrift an Spieler, Familie und Berater, wie es heißt, soll höher angesetzt sein als die Ablösesumme, die an Hertha BSC fließen würde.
Dementsprechend soll sich die Führungsetage vorerst klar gegen diesen Deal ausgesprochen haben – aus wirtschaftlicher Sicht, genauso aus sportlicher. Denn die Münchner wollen viel mehr ihre Eigengewächse stärken. Wie etwa Noel Aseko, der von Hannover 96 zurückkehren wird und fürs Mittelfeld vorgesehen ist. Oder auch der am Campus ausgebildete und aktuell an einer Muskelverletzung laborierende David Santos, der ebenfalls eine Option für das Zentrum wäre.
Letztlich kommt, nachdem Anthony Gordon trotz kolportierter Einigung mit dem deutschen Rekordmeister lieber zum FC Barcelona wechselte, auch der zweite Wunschtransfer des Sportvorstands, der Eichhorn weit oben auf seiner Liste hatte und im Hintergrund gepusht haben soll, vorerst nicht zustande. Der Youngster hingegen aber hat nach dem Rückzug der Bayern und dem Erkalten der Spur zu Borussia Dortmund noch weitere Interessenten, unter anderem die Bundesligisten Bayer Leverkusen und RB Leipzig.
