Banzuzi und Bakayoko: Durchbruch im zweiten Jahr?

Nach fünfwöchiger Vorbereitung wirkt Leipzigs Mannschaft noch sehr unfertig. Zwei junge Profis wollen und könnten in ihrer zweiten RB-Saison in die Lücken stoßen.

Leipzigs Generalprobe deckt erneut Handlungsbedarf auf

Eine auch intern befürchtete Abreibung wie im Vorjahr, als man mit einem 0:6-Debakel beim FC Bayern in die Saison startete, blieb diesmal aus. Und deshalb war man bei RB Leipzig nach der 1:3-Generalprobe in der Allianz-Arena erst einmal froh, sich mit einer vor allem in der Offensive noch reichlich unfertig aussehenden und agierenden Mannschaft halbwegs achtbar aus der Affäre gezogen zu haben. „Ich bin sehr zufrieden“, urteilte der neue Coach Martin Demichelis.

„Wir haben viele Dinge besser gemacht als in den letzten Spielen“, befand auch Neuzugang Rocco Reitz (24), der nach seinem schweren Infekt mit der Einwechslung in der 58. Minute zur Premiere für seinen neuen Arbeitgeber kam. „Ich bin sehr froh, wieder auf dem Platz zu stehen und das machen zu können, was man liebt“, beschrieb der Mittelfeldspieler seinen Gemütszustand.

Banzuzi nur zweimal in der Startelf

Reitz soll weiter behutsam aufgebaut werden, für den Pflichtspielstart am Samstag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) mit der Pokalpartie bei Regionalligist Eintracht Trier ist er daher noch kein Startelf-Kandidat. Dafür haben sich in der fünfwöchigen Saison-Vorbereitung mit Ezechiel Banzuzi (21) und Johan Bakayoko (23) zwei junge Profis empfohlen, die vor einem Jahr geholt wurden, in ihrer Premieren-Saison aber noch nicht wie erhofft zum Zug kamen.

Der für 16 Millionen Euro vom belgischen Klub OH Leuven losgeeiste Mittelfeldspieler Banzuzi kam zwar auf 24 Liga-Einsätze, bestritt davon aber nur zwei in der Startelf. Der 1,91 Meter große Niederländer deutete in München seine Qualitäten mehrfach an. Die Verletzung von Christoph Baumgartner, der Abgang von Xaver Schlager und die Tatsache, dass Reitz noch nicht fit ist, bieten Banzuzi die Gelegenheit, sich in Trier und vermutlich auch beim Liga-Auftakt gegen Mönchengladbach in den Vordergrund zu spielen.

Bakayoko in der Rückrunde nur noch Joker

Gleiches gilt auch für den Belgier Bakayoko, der im Vorjahr für 18 Millionen Euro aus Eindhoven kam. In der vergangenen Saison (20 Einsätze) baute der Rechtsaußen nach verheißungsvollem Start ab, wurde vom aufstrebenden Yan Diomande verdrängt und kam in der Rückrunde nur noch auf gelegentliche Joker-Einsätze. Am Samstag machte er nach der Einwechslung in der zweiten Halbzeit zeitweise mächtig Betrieb und unterstrich den positiven Trend der vergangenen Wochen. Unabhängig davon muss sich RB nach dem Diomande-Abgang seiner Offensive noch Qualität zuführen, daran ließ auch Demichlis keinen Zweifel: „Klar müssen wir noch ein paar Spieler holen.“

 

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