Atletico Madrid hat sich mit Leverkusens Alejandro Grimaldo über einen Wechsel geeinigt. Ob der Transfer klappt, ist fraglich. Schließlich liegt Bayers Schmerzgrenze für den Top-Star sehr hoch.
Leverkusen möchte Vertrag verlängern
Das Thema rumorte seit vergangener Woche, als bekannt wurde, dass Atletico Madrid Interesse an dem damaligen Linksverteidiger des FC Chelsea Marc Cucurella hatte – und für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen Leverkusens Alejandro Grimaldo als Alternative sich zurechtgelegt hatte. Und spätestens, als Real Madrid fast aus dem Nichts Cucurella für etwa 50 Millionen Euro Ablöse verpflichtete, ist es keine Überraschung mehr, was jetzt geschieht.
So hat Atletico Madrid nicht nur mit dem Leverkusener Linksverteidiger Kontakt aufgenommen, sondern sich mit dem spanischen Nationalspieler und WM-Teilnehmer auf einen Wechsel zur kommenden Saison geeinigt. Der 30-Jährige, der noch bis Sommer 2027 an den Werksklub gebunden ist, hat die Leverkusener Verantwortlichen bereits über seinen akuten Wechselwunsch informiert.
Bayers Schmerzgrenze liegt bei 30 Millionen Euro
Doch ob dieser Transfer des besten Leverkusener Spielers auch zustande kommt, bleibt abzuwarten. So wird aus Spanien kolportiert, dass Atletico nur in etwa eine Summe von zehn bis zwölf Millionen Euro für Grimaldo als Ablöse zahlen möchte. Ein Betrag, für den die Bayer-Verantwortlichen bestenfalls ein müdes Lächeln übrig haben würden.
Selbst das Doppelte dieser jüngst wiederholt in den Raum gestellten Ablösesumme würde die Vorstellungen des Bundesligisten nicht erfüllen. Vielmehr hat man nach kicker-Informationen unter dem Bayer-Kreuz eine Schmerzgrenze festgelegt, die im Bereich von 30 Millionen Euro liegt.
Auch wenn Grimaldo ein verdienter Spieler ist und sich in Leverkusen bislang als absoluter Muster-Profi präsentierte, wird der künftige Europa-League-Teilnehmer von seiner Schmerzgrenze nicht entscheidend abrücken. Denn intern lautet die Marschroute grundsätzlich, dass man mit Grimaldo am liebsten dessen Vertrag verlängern würde.
Eine Option, die der Freistoß-Spezialist bislang – wegen seines seit Jahren formulierten Wunsches, einmal in La Liga zu spielen – nicht wirklich in Erwägung gezogen hat und wohl auch nicht ziehen wird.
2027 könnte Grimaldo ablösefrei gehen
Doch dass Bayer deswegen in diesem Sommer die letzte Chance ergreift, für den 2023 ablösefrei von Benfica Lissabon geholten Akteur eine Ablöse zu generieren, ist ein Fehlschluss. Bewegt sich das Angebot von Atletico nicht annähernd im Bereich der 30-Millionen-Marke, so heißt es, nimmt man lieber in Kauf, dass Grimaldo nächsten Sommer ablösefrei wechselt.
