Nachdem Jamal Musiala im Testspiel gegen Heidenheim zum zweiten Mal binnen weniger Tage auf dem Platz zusammengebrochen war, äußerte sich der Nationalspieler nun selbst.
FC Bayern war informiert
„Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut!“, schrieb Jamal Musiala am Dienstag bei Instagram und wandte sich zunächst an die eigenen Fans: „Ich bin besonders dankbar für eure Nachrichten und euren Support!“ Anschließend ging er auf seine Beschwerden ein und zeigte sich bemüht, diese abzuschwächen. „Ich verstehe, dass sich viele von euch Sorgen machen. Diese Sorge möchte ich euch heute nehmen und euch dazu etwas erklären: Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim.“
Der 23-Jährige weiß, „dass diese auf den ersten Blick scary wirken – für mich sind sie aber aktuell Teil meines Alltags. Ich bin diesbezüglich in bester medizinischer Behandlung und sehr optimistisch. Der FC Bayern und mein privates Umfeld sind immer an meiner Seite und unterstützen mich auf diesem Weg.“
„Einfach meinen Alltag leben“
Er betonte aber auch, dass „kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko“ für ihn bestehe. Bayerns Sportvorstand Max Eberl hatte nach dem Heidenheim-Spiel noch erklärt, dass die Münchner informiert seien, war der Frage, warum Musiala denn überhaupt gespielt habe, ausgewichen. Die Antwort darauf lieferte nun der Spieler selbst.
„In enger Abstimmung und in regelmäßigem Austausch mit den Experten ist es mein persönlicher Wunsch gewesen, mich der Herausforderung zu stellen und mit der Freigabe der neurologischen Fachärzte mich weiter dem zu widmen, was mir bei der Genesung am meisten hilft: Einfach meinen Alltag zu leben und meiner Passion Fußball zu spielen weiter nachzugehen. Dafür habe ich die Verantwortung übernommen. Ich habe insgesamt ein sehr gutes Gefühl und bin auf einem guten Weg. Was mir auf diesem Weg am meisten hilft, ist, mit meinem Team und eurem großartigen Support weiter Siege und Titel zu jagen. Ich hoffe, ihr könnt mich damit besser verstehen.“
Abschließend bat Musiala noch um Verständnis, „dass ich das Thema weiterhin im Kreis meiner engsten Vertrauten, dem Klub und den Experten halten möchte.“
