Sie kamen gemeinsam im Sommer 2024 und mit großen Erwartungen nach Stuttgart. Doch das Verletzungspech lässt Ameen Al-Dakhil und Justin Diehl nicht aus seinen Fängen.
Immer wieder verletzt
Die Erwähnung ihrer Namen stand bei der Pressekonferenz an erster Stelle und ging dennoch im Paket der Neuigkeiten zum Stuttgarter Auswärtsspiel beim SC Paderborn unter. Justin Diehl und Ameen Al-Dakhil werden am Samstag dem Kader der Schwaben nicht angehören. Sie fehlen im Mannschaftstraining. Weiterhin beziehungsweise mal wieder.
Eigentlich keine Überraschung und doch eine Nachricht, die fast schon Mitleid hervorruft, nachdem man auf Besserung nach der Länderspielpause gehofft hatte. Der Angreifer und der Innenverteidiger kommen beim VfB einfach nicht auf die Beine. Weil eben diese regelmäßig den ihnen zugeschriebenen Dienst verweigern.
Eine VfB-Zeit wie eine Krankenakte
Dabei waren beide VfB-Profis im Sommer 2024 mit großen Erwartungen in Stuttgart angelandet. Diehl ablösefrei vom 1. FC Köln kommend, wo er dem Status des U-Spielers entfliehen wollte. Al-Dakhil vom FC Burnley, mit dem der Belgier gerade aus der Premier League abgestiegen war. Doch ihre Zeit bei den Schwaben liest sich eher wie eine medizinische Krankenakte als eine Einsatzbilanz, die aus den beiden Jungstars zwei ultimative Pechvögel macht.
Immer wieder zurückgeworfen von mehr oder weniger schweren aber meist langwierigen Verletzungen. Von Muskelverletzungen im Oberschenkel, Bänderverletzungen im Knöchel, Kopfblessuren, Knie- und Adduktorenproblemen. Gerade bei Diehl, der mit enormen Tempo das Flügelspiel beleben kann, beschleicht einen die Befürchtung, dass der deutsche U-21-Nationalspieler und dessen Körper nicht für die enormen Belastungen und der Härte auf höchster Ebene geschaffen zu sein scheint.
Immer wieder Rückschläge
Ähnliches gilt auch für Al-Dakhil, der bereits sechs Länderspiele für Belgien absolviert hat und mit guter Zweikampfführung, gutem Aufbauspiel und Tempo alles für einen starken Innenverteidiger mitbringt. Außer den Körper. Auch den Mann mit den irakischen Wurzeln, der den VfB rund 7,5 Millionen Euro gekostet hat, ereilt jeweils die nächste Auszeit, wenn er sich gerade an einen Kaderplatz zurückgekämpft hat. Wie in dieser Vorbereitung, in der der 24-Jährige gute Leistungen im Training und den Testspielen gezeigt hatte.
Dies und die erneute Verletzung von Dan-Axel Zagadou Anfang August verhinderte, dass Al-Dakhil, wie in Betracht gezogen, ausgeliehen wurde und eröffnete ihm obendrein die Chance auf eine bessere Zukunft im VfB-Trikot. Alles Makulatur. Der aktuell an Knieproblemen leidende Belgier wird sich zu gegebener Zeit, man hofft auf nächste Woche, wieder hinten einreihen müssen. Noch weiter entfernt von einem Platz bei Cheftrainer Sebastian Hoeneß ist Diehl, den momentan ein Muskelbündelriss plagt. Gerade aus der 2. Liga gab es im Sommer reichlich Interesse. Bis die (erneute) Verletzung alles über den Haufen warf.
