Stuttgarts Neuzugang Dzenan Pejcinovic liefert auf Anhieb und befeuert die Wechseldiskussion um Ermedin Demirovic, den Galatasaray nach Istanbul in die Türkei lockt.
Galatasaray hat auch El Khannouss auf der Liste
Als ob sich Geschichte wiederholt. Im Vorjahr machte Nick Woltemade kurz vor Ende der Transferperiode den Abflug nach Newcastle. Jetzt könnte bei Ermedin Demirovic Ähnliches passieren. Stuttgarts Torjäger wird von Galatasaray umworben. Bisher liegt der türkische Top-Klub mit gebotenen rund 15 Millionen Euro unter der Verhandlungsbasis, die bei etwa 20 Millionen läge. Die Summe, die der VfB 2024 an den FCA überwies. Der VfB will seinen Stürmer nicht abgeben, wäre allerdings grundsätzlich auch nicht abgeneigt, wenn der Preis stimmt.
Galatasaray steht unter Druck
Nach kicker-Informationen ist mit einem höheren Gebot zu rechnen. Spätestens Ende der Woche sollte Lokalrivale Fenerbahce es nicht schaffen, sich in den Champions-League-Playoffs gegen Lyon (Hinspiel 1:1) durchzusetzen. Das bereits qualifizierte Gala käme dadurch in den Genuss höherer Garantie-Einnahmen, was den finanziellen Spielraum vergrößert. Dazu ist der Klub unter Druck. Die Stadtrivalen von Besiktas und Fenerbahce haben fett investiert und neue Stars geholt, drohen den Meister ein- oder gar zu überholen. Die Gala-Fans machen mobil und fordern gewohnt emotional aufgeladen Verstärkungen.
Auch El Khannouss steht auf Galas Liste
Dazu gehören Demirovic sowie ein weiterer VfB-Profi: Bilal El Khannouss findet sich auch auf der Kandidatenliste. Allerdings wurde man wegen des Marokkaners bisher nicht beim VfB vorstellig. Dass mit Russlands Nationalspieler Aleksey Batrakov ein ähnlicher Offensivspieler verpflichtet wurde, lässt einen konkreten Vorstoß bei EL Khannouss eher unrealistisch erscheinen.
Demirovic hatte im Trainingslager noch zu seiner VfB-Zukunft erklärt: „Ich möchte bleiben.“ Außerdem sei er der Meinung, „dass ich mit dem Trainer sehr gut harmoniere“. Dass Sebastian Hoeneß ihm im Pokal in Rostock (4:0) Neuzugang Dzenan Pejcinovic vorzog und ihn erst in der 85. Minute brachte, könnte diesen Glauben beschädigt haben. Eine im Raum stehende Verdoppelung seines Jahressalärs tut ihr Übriges.
Nach kicker-Informationen wollen die Schwaben einen Last-Minute-Wechsel wie bei Woltemade vermeiden. Auch wenn man im Fall, dass Demirovic geht, diesmal keinen Handlungsdruck hat. Mit Pejcinovic, Deniz Undav und dahinter Jeremy Arevalo sieht man sich im Sturm gut aufgestellt. Dann würde eine im Raum stehende Leihe des Ecuadorianers, der mit RC Lens und Racing Straßburg in Frankreich sowie Getafe, La Coruna, Espanyol Barcelona und Alaves in Spanien in Verbindung gebracht wird, ad acta gelegt.
Bredlow sammelt Argumente für sich
So scheint es auch bei der Frage zu sein, ob für den verletzten Dennis Seimen ein weiterer Keeper geholt wird. Dessen Stellvertreter Fabian Bredlow konnte zuletzt beim FC Fulham (0:1) ebenso überzeugen, wie jetzt in Rostock.
