„Absolut legitim“: VfB-Boss Wohlgemuth reagiert auf Transfergedanken seiner Spieler

Zwei Freunde, zwei Sichtweisen: Deniz Undav verlängert in Stuttgart, Jamie Leweling vermeidet ein klares Bekenntnis zum VfB. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth äußert sich dazu.

Nichts muss, alles geht

Sie sind ziemlich beste Kumpel. Mit ziemlich unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen: Stuttgarts Offensivduo Jamie Leweling und Deniz Undav. Während sich der Torjäger klar zum VfB bekennt und seinen 2027 auslaufenden Vertrag gerade erst bis 2029 verlängert hat, lässt sich sein bis Sommer 2029 an die Schwaben gebundener Mitspieler durchaus eine Hintertür offen.

Lewelings Aussagen heizen die Gerüchte erst an

Zu einem möglichen Wechsel befragt, meinte der WM-Fahrer kürzlich: „Ich will nicht sagen, dass ich zu hundert Prozent bleibe.“ Auch wenn er damit nicht ausdrücken wollte, „dass ich zu hundert Prozent wechsle. Ich fühle mich wohl. Wir spielen Champions League, ich habe ein gutes Standing“. Soll heißen: nichts muss, alles geht. Auch der 25-Jährige?

Dies sei „in weiter Ferne“, wie der Flügelmann im Norweger-Stil verbal zurückrudert. Ein dehnbarer Begriff, zumal er längst international gefragt ist. Im vergangenen Winter gab Premier-League-Klub AFC Bournemouth seine Visitenkarte ab. Verlockende 40 Millionen Euro bietend. Vom VfB aber ebenso abgeblockt, wie vom Spieler, weil dies nicht die Kategorie Klub ist, die sich der gebürtige Nürnberger vorstellt.

Auch andere wären nicht abgeneigt

Eine Situation, die Leweling nicht exklusiv hat. Auch wenn nicht offiziell ausgesprochen, gilt es als gesichert, dass mit Angelo Stiller oder Marokkos Bilal El Khannouss weitere Stuttgarter WM-Fahrer für Angebote empfänglich wären. Und selbst aus dem Feld der Urlaubsgenießer gäbe es Wankelmütige, wie zum Beispiel Maximilian Mittelstädt oder Jeff Chabot, die nichts ausschließen würden. Wenn denn das richtige Gebot käme.

„Dass sich ein Spieler grundsätzlich alles vorstellen kann, ist absolut legitim.“ (VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth)

Was bisher ausgeblieben ist. Entsprechend gelassen reagiert Fabian Wohlgemuth auf die Hitze der Gerüchteküche. „Dass sich ein Spieler grundsätzlich alles vorstellen kann, ist absolut legitim“, erklärt der VfB-Sportvorstand dem kicker. Der 47-Jährige würde sich, wie im Vorjahr bei Nick Woltemade, Wünschen kombiniert mit lukrativen Finanzflüssen, die im mittleren zweistelligen Millionenbereich aufwärts angesiedelt sein müssten, nicht verschließen.

„Aber letztlich geht es immer um die Konkretheit von Absichten“, so Wohlgemuth, „und davor steht die Frage, ob wir uns den Abgang eines Spielers sportlich leisten können.“ Noch gibt es keinen Grund, sich damit zu befassen. „Und wir werden diese Themen nicht herbeireden.“ Man plane keineswegs, Leistungsträger abzugeben.

 

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