Einmal mehr müssen die Eisernen in puncto Stadionerweiterung umplanen. Ein Standort für die Frauenmannschaft wurde indes noch nicht gefunden.
Länger im Olympiastadion als geplant
Das heilige und größte Projekt des 1. FC Union Berlin ist die Stadionerweiterung der Alten Försterei. Seit einiger Zeit steht fest, dass der Klub das Stadion modernisieren und ausbauen will. Zudem wird das gesamte Vereinsgelände rund um die Arena erweitert. So wird aktuell das Trainingszentrum für die Männer- und Frauenmannschaft gebaut, angedacht ist eine Eröffnung im Januar kommenden Jahres.
Zu all diesen Themen hat Präsident Dirk Zingler in der obligatorischen Medienrunde vor der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend Stellung bezogen und die Journalisten auf Stand gebracht. So werden ab 2027 mit Kosten von rund 190 Millionen Euro für die Stadionerweiterung gerechnet. Allerdings verkündete der Klub-Chef, dass der Auszug aus der Alten Försterei aufgrund von unter anderem Umweltschutzmaßnahmen (es werden rund 3000 Quadratmeter Forstfläche abgerissen) nun doch erst Ende Dezember 2027 stattfinden wird. Eigentlich war es angedacht, ein halbes Jahr zuvor auszuziehen.
Rückkehr erst zur Saison 2029/2030
Die letzte Veranstaltung wird damit vorerst das allseits beliebte Weihnachtssingen sein. Zudem hat sich Union Berlin dazu entschieden, dass die einzelnen Bauwerke via eines Tunnelsystems unterirdisch miteinander verbunden werden sollen. „Deswegen wird sich die Bauzeit um ein halbes Jahr verlängert“, erklärte der Präsident. Das heißt: Erst zur Spielzeit 2029/2030 werden die Eisernen zurückkehren, tragen ihre Partien somit anderthalb Jahre anstatt nur einem Jahr im Olympiastadion aus. Die angedachte Kapazität für die neue Alte Försterei bleibt dabei bei 40.000 Plätzen.
Doch was passiert genau mit der Frauenmannschaft, die ihre Heimspiele in der Alten Försterei austrägt, während des Umzugs? „Der neue Standort wird noch geprüft, zeitnah wird es eine Lösung geben“, betonte Zingler. „Wir müssen aber investieren, um den Standort Bundesliga-tauglich zu machen. In den nächsten sechs bis acht Wochen entscheiden wir, weil wir anfangen müssen.“
