Die Borussen müssen die Enttäuschung über die 1:2-Niederlage in Köln wegstecken. Mittelfeldspieler Philipp Sander nimmt aus dem Derby aber auch positive Erkenntnisse mit.
Was den Mittelfeldspieler optimistisch stimmt
Dermaßen mit dem Rücken zur Wand wie aktuell nach fünf Spieltagen stand die Borussia auch in der Saison 2015/16. Damals zierten die Gladbacher ebenfalls punktlos das Tabellenende, bei einem Torverhältnis von 2:12. Wer sich nicht mehr daran erinnert: In einer furiosen Aufholjagd nach dem Trainerwechsel von Lucien Favre zu Andre Schubert schossen die Fohlen noch hoch bis in die Spitzengruppe der Liga und beendeten die Spielzeit sensationell auf Platz 4.
Als Hoffnungsschimmer in der zurzeit erneut hochkritischen Situation taugt der Blick in die Vergangenheit allerdings nicht. Zwischen der Kaderqualität von damals und heute liegen gefühlt Welten. Trotzdem ist man im Borussen-Lager auch dieses Mal fest davon überzeugt, sich aus dem Schlamassel befreien zu können. „Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Aber ich glaube an die Truppe und unsere individuelle Qualität“, sagte Philipp Sander nach der 1:2-Derbypleite in Köln. „Wir werden über die nächsten Wochen eine Entwicklung nehmen und Punkte einfahren, das kann ich jetzt schon mal sagen.“
Sander fordert: „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“
Der Mittelfeldspieler speist seinen Optimismus gerade aus dem Köln-Spiel. „Ich weiß, das will keiner von Gladbach hören. Aber die Leistung gibt mir wirklich Mut“, versicherte Sander in den Katakomben des Rhein-Energie-Stadions.
In der ersten Hälfte sei man „die klar bessere Mannschaft“ gewesen, urteilte der 28-Jährige, „aber wir müssen uns mehr belohnen.“ Zudem hätte man nach dem 1:2-Rückstand „genug Möglichkeiten fürs 2:2“ gehabt. Sander betonte weiter, dass man nach der ersten Trainingszeit unter dem neuen Trainer Alexander Blessin schon einige Fortschritte erkennen könne. „Ich glaube, wir haben es gut hinbekommen, Druck auf den Ball auszuüben. Die erste Hälfte steht dafür exemplarisch, wie wir es machen wollen. Köln hatte aus dem Spiel heraus nichts entwickelt und war nur über Standards gefährlich“, so Sander. „Wir haben es geschafft, kompakt nach vorn zu schieben und waren bei den zweiten Bällen zur Stelle. So wollen wir es haben. Aber wir müssen natürlich auch weiter daran arbeiten und uns die Automatismen erarbeiten. Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken.“
Am Sonntag im ersten Heimspiel unter Blessin herrscht auf jeden Fall Siegpflicht für die Borussen. Mit der TSG Hoffenheim kommt der Tabellen-17. zum Kellerduell nach Gladbach.
