Kurswechsel bei Samuel Mbangula auf dem Weg nach Italien: Nachdem die Bremer zunächst mit Atalanta Bergamo verhandelten, bahnte sich im Laufe des Montagnachmittags nun eine Leihe samt Kaufoption zum FC Bologna an.
Mögliches Plus-Geschäft für Bremen
Dass es am Osterdeich noch turbulent werden könnte an den letzten beiden Tagen der Transferperiode, hatte sich bereits angedeutet – genauso wie ein Last-minute-Abgang von Samuel Mbangula. Noch am Sonntagabend in Freiburg wollte Sportchef Clemens Fritz diesbezüglich „nichts ausschließen“. Der belgische Flügelspieler kam bei der 1:4-Niederlage im Breisgau nicht zum Einsatz.
Am Montagvormittag meldete der SV Werder Bremen dann, dass der 22-Jährige für Transfergespräche freigestellt worden sei. Dass es Mbangula zurück nach Italien ziehen könnte, war bereits vor dem Freiburg-Spiel öffentlich geworden, Atalanta Bergamo und der FC Bologna galten als interessiert – im Laufe des Montags nahm das Ganze dann Fahrt auf.
Zunächst verhandelte der Bundesligist wegen einer Ausleihe von Mbangula mit Atalanta Bergamo, da Werder den Belgier ein Jahr nach der zweitteuersten Verpflichtung der Vereinsgeschichte (kam für 10 Millionen Euro von Juventus Turin) noch nicht abschreiben wollte, hieß es. Am Montagnachmittag erfolgte dann die Wende.
Kaufoption über Einkaufspreis
Wie mehrere Berichte aus Italien meldeten, funkte der FC Bologna dazwischen und soll ein Angebot inklusive Vertrag bis 2031 angeboten haben, was einen festen Transfer implizierte. Nach kicker-Informationen handelt es sich jedoch nicht um einen direkten Verkauf, sondern eine Leihe mit Kaufoption, deren Preis über der Summe liegen soll, die Werder vor einem Jahr investiert hat.
Für die Wende ursächlich scheint ein Domino-Effekt zu sein, weil sich Atalanta Bergamo für einen Transfer von Bologna-Profi Jonathan Rowe entschied, wie berichtet wird: Bologna streicht demnach eine Leihgebühr in Höhe von 5 Millionen Euro ein plus Kaufpflicht von bis zu 30 Millionen Euro – und brauchte Ersatz.
Der deutsche Trainer in Bologna-Diensten, Domenico Tedesco, kennt den 12-maligen belgischen U-21-Nationalspieler Mbangula aus seiner Zeit als A-Nationaltrainer der „Red Devils“ bestens und berief ihn im November 2024 erstmals in seinen Kader – ohne dass Mbangula seinerzeit zum Einsatz kam. Noch wartet er auf sein A-Debüt.
Mbangula bei Werder: „Das hat nur situativ geklappt“
Nun will der Offensivspieler seine im vergangenen Jahr in Bremen ins Stocken geratene Karriere jedenfalls wieder beschleunigen – allerdings nicht mehr in Deutschland. „Der Spieler hat zwölf Monate versucht, sich zu integrieren und sein Potenzial auf den Platz zu bringen, das hat nur situativ geklappt“, erklärte Werder-Coach Daniel Thioune: „Wenn es daher der Wunsch des Spielers ist, sich zu verändern, dann muss man das akzeptieren.“
