Borussia Dortmund würde den Vertrag mit Leistungsträger Nico Schlotterbeck gerne verlängern. BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke gibt sich „verhalten optimistisch“. Ein großes Lob sprach er dem Rivalen aus München aus.
Präsident adelt die Bayern
Es ist die spannendste Personalfrage, die alle rund um Borussia Dortmund beschäftigt: Bleibt Nico Schlotterbeck oder verlässt er den BVB im Sommer? Präsident Hans-Joachim Watzke wurde auf seinen Innenverteidiger vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV angesprochen.
Zunächst wisse er nicht, welchen Ausgang die Verhandlungen nehmen werden, betonte Watzke. Aber: „Ich würde mir wünschen, dass es wirklich schnell geht.“ In den vergangenen drei Monaten habe sich der 66-Jährige bewusst „sehr weit zurückgenommen – also mehr als ihr wahrscheinlich mir das alles zugetraut hättet“, sagte er am Sky-Mikrofon.
Und legte dann eine Anekdote nach: „Letzte Woche komme ich in die Geschäftsstelle, da sagen meine Mitarbeiter: ‚Nico Schlotterbeck ist da mit seinem Berater, mit Sebastian und Lars Ricken.'“ Daraufhin habe Watzke zwar im Büro alle Beteiligten begrüßt, sei dann aber wieder gegangen. „Ich trenne das schon ein bisschen“, so Watzke: „Aber natürlich habe ich mit ihm ein gutes Verhältnis und würde mir wünschen, dass er bleibt. Ich bin auch – wie Niko (Coach Kovac, Anm. d. Red.) schon vor Wochen gesagt hat – verhalten optimistisch.“
„… dann machen wir in den letzten Sekunden diesen Scheiß“
Generell ist Watzke mit der Saison seiner Borussia zufrieden – und sieht nur „einen Makel“. Denn: „Wir haben einen schlechten Tag gehabt. Und der hat uns gekillt in Bergamo.“ Nach 2:0-Hinspielsieg verloren die Westfalen in Italien überraschend 1:4 und mussten sich bereits in den Play-offs der Champions League verabschieden. „Du hattest ja das Gefühl, dass wir das in der Verlängerung ziehen. Und dann machen wir in den letzten Sekunden diesen Scheiß“, haderte Watzke, schob aber nach: „In der Bundesliga ist das richtig gut. Also ich glaube, dass wir seit 2016 oder so nicht mehr so viele Punkte gesammelt haben und das Problem ist nur, dass die Bayern immer bestimmen, ob du Deutscher Meister werden kannst oder nicht.“
In vielen anderen Jahren hätte eine derartige Punktausbeute „sogar für den Titel gereicht“. Nicht aber in dieser Saison, in der Bayern unwiderstehlich vorneweg marschiert. „Bayern ist für mich momentan die beste Mannschaft in Europa“, adelte Watzke den Rivalen und sprach von einem „Genuss“, wie die Münchner den BVB-Bezwinger Bergamo im CL-Achtelfinale vorgeführt hätten.
