Er musste immer wieder auf anderen Positionen aushelfen, durfte zuletzt aber nochmal offensiver ran: Kölns Schlüsselspieler Jakub Kaminski. Die vielen Positionswechsel verzeiht der FC-Akteur seinem Trainer, teilte aber auch einen Wunsch mit.
FC-Coach leistete Abbitte
Jakub Kaminski hat beim 1:2 gegen Borussia Dortmund bewiesen, dass es sich lohnen kann, wenn FC-Trainer Lukas Kwasniok seinen Schützling offensiver spielen lässt. Zuletzt war der Spieler des 1. FC Köln auf den unterschiedlichsten Positionen eingesetzt worden und war deswegen etwas aus dem Tritt gekommen. Gegen den BVB traf er nun das erste Mal seit Ende November wieder für seinen Verein.
Für die vielen Positionswechsel hatte sich Kwasniok bei seinem Schützling in der vergangenen Woche entschuldigt. „Ich muss dem Spieler gegenüber ja Abbitte leisten“, gab der 44-Jährige zu und ergänzte: „Das ist das erste Mal in meiner Laufbahn als Trainer, dass ich mich nicht an dem messen lassen kann, was ich dem Spieler versprochen habe.“ Am Saisonbeginn hatte Kwasniok dem Nationalspieler eigentlich versichert, ihn auf dessen Lieblingsposition vorne links einzusetzen.
Die Entschuldigung hat der 23-Jährige (kicker-Notenschnitt 3,3) selbstverständlich angenommen. „Ja, klar! Was soll ich sonst sagen? Ich habe das Vertrauen vom Trainer vom ersten Spiel an bis jetzt“, sagte Kaminski am Mittwoch nach dem Training am Geißbockheim. Obwohl Kaminski seine Fähigkeiten zuletzt in defensiveren Rollen nicht zur Geltung bringen konnte, beteuerte der FC-Spieler: „Ich mache alles für den Trainer, für die Mannschaft und für den Verein.“
Obendrauf äußerte er sich sehr zufrieden über den bisherigen Saisonverlauf: „25 Spiele in der Bundesliga und dazu noch Einsätze in der Nationalmannschaft: Die Saison läuft super für mich“, findet der Pole und fügte hinzu: „Ich bin gesund. Das ist sehr wichtig für mich.“
Kaminski zeigt Verständnis
Dass der FC-Trainer seinen Schützling in der Vergangenheit so vielseitig einsetzte, kann Kaminski sogar nachvollziehen: „Es waren sechs bis sieben Spieler verletzt und ich kann auf vielen verschiedenen Positionen spielen. Deswegen war es klar, dass ich so flexibel eingesetzt wurde.“ Nichtsdestotrotz betonte der Allrounder, dass er nach wie vor am liebsten offensiv auflaufen würde: „Ich spiele am liebsten hinter den Stürmern oder auf der linken Seite. Da kann ich die Mannschaft mit meiner Leistung am besten unterstützen.“
Dass an dieser Aussage etwas dran ist, stellte Kaminski erst beim vergangenen Heimspiel gegen den BVB unter Beweis. Wie es Kwasniok vor dem Spiel versprochen hatte, durfte der FC-Spieler etwas offensiver ran und agierte am Samstagabend als Zehner auf dem Feld. Die Entscheidung des Geißbock-Trainers zeigte Wirkung und wurde mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch Kaminski belohnt. „Ich habe mich sehr über das Tor gefreut – gerade weil ich in der Bundesliga lange auf den nächsten Treffer warten musste“, sagte die Leihgabe des VfL Wolfsburg und äußerte im Anschluss noch den Wunsch in Richtung seines Trainers: „Ich hoffe, dass ich jetzt öfter vorne auf dieser Position spielen darf.“
