An Trainer René Wagner entzündet sich im Umfeld des 1. FC Köln einige Kritik. Das geht auch am 38-Jährigen nicht spurlos vorbei. Doch der Coach steht bei den Geißböcken derzeit nicht zur Debatte.
Köln-Coach in der Kritik
Vier Spiele absolvierte der 1. FC Köln in dieser Bundesliga-Saison, dreimal gab es dabei Pfiffe von den Rängen für die Mannschaft von Trainer René Wagner. Obwohl der Geißbock-Klub mit vier Punkten zumindest passabel in diese Saison gestartet ist, schlägt der Mannschaft aus dem eigenen Anhang derzeit einige Skepsis entgegen. Ganz besonders Wagner, der zum ersten Mal in seiner Karriere den Cheftrainer-Posten inne hat.
Nebengeräusche, die man besser ausblendet
„Am Anfang einer Trainerlaufbahn ist es natürlich wichtig, Siege einzusammeln“, weiß Wagner. In den elf Liga-Partien seit er Ende März von Ex-Chef Lukas Kwasniok übernahm, kamen allerdings erst zwei Siege für den FC zustande. Auch deshalb sehen viele Anhänger ihren Chefcoach kritisch.
„Was drumherum passiert, nehme ich natürlich wahr“, sagt Wagner und gibt zu: „Es ist gerade auch relativ schwer, das nicht wahrzunehmen.“ Trotzdem versucht der junge Coach, diese Nebengeräusche gerade vor dem immens wichtigen Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) auszublenden.
„Wenn ich mich davon beeinflussen lassen würde, würde es meinen Job nicht einfacher machen, sondern im Gegenteil ein bisschen schwieriger. Dann schwirrt vielleicht der eine oder andere Gedanke im Kopf, der da nicht hingehört. Davon muss ich mich lösen“, betont Wagner, dem gegen die Fohlen abgesehen von Rechtsverteidiger Alessio Castro-Montes alle Profis zur Verfügung stehen.
Wagner steht kurzfristig nicht zur Debatte
„Mir ist bewusst, dass diese Stimmen auftauchen. Das ist, glaube ich, auch okay“, sagt Wagner angesichts der brodelnden Grundstimmung, stellt aber klar: „Am Ende zählt die Kommunikation, die ich intern mit den Menschen habe, die hier verantwortlich sind. Da gibt es diese Stimmen nicht.“ Und in der Tat steht eine kurzfristige Ablösung des FC-Chefcoaches nach dem Gladbach-Spiel unabhängig vom Ergebnis nicht zur Debatte.
Dass sich das bei anhaltendem Misserfolg ändern würde, ist neben Wagner auch jedem im FC-Umfeld klar. Doch so weit soll es gar nicht kommen – und Wagner will mit drei Punkten im Derby den Skeptikern den Wind aus den Segeln nehmen: „Wir wollen, dass die Stadt am Sonntag aus dem Stadion geht und einen Derbysieg feiert.“
