Gerne hätte man sie dabeigehabt. Doch Jamie Leweling und „Möchte-Gern-Neuzugang“ Dzenan Pejcinovic kommen jetzt doch nicht ins Stuttgarter Trainingslager nach Grassau.
Leweling fällt mit einem Infekt aus
Aus dem VfB-Trainingslager in Grassau berichtet George Moissidis
Gestern hatte man noch auf eine verspätete Ankunft von Jamie Leweling im Stuttgarter Trainingslager in Grassau gerechnet. Stattdessen kam heute die Absage des Nationalspielers. Der deutsche WM-Fahrer bleibt dem Chiemgau fern und in Stuttgart, wo er am Montag noch einen bisher verpassten Leistungstest nachgeholt hatte. Als Grund wird ein Infekt genannt, der eine Teilnahme wenig sinnvoll macht.
Gerüchte um Leweling werden verneint
Der Jungstar, der in dieser Transferperiode obendrein mit anderen Klubs in Verbindung gebracht wird, soll sich in der Heimat auskurieren. Teils wilden Spekulationen in den sozialen Medien, wonach der Infekt nur vorgeschoben sein könnte, um einen Wechsel des Flügelspielers nach England unbehelligt vorzubereiten, wird von allen in diesem Fall möglicherweise beteiligten Seiten vehement widersprochen.
Der Wechselwunsch von Dzenan Pejcinovic zu den Schwaben ist dagegen verbrieft, kommt allerdings nicht voran. Der VfB und der VfL Wolfsburg feilschen weiterhin um die Ablöse, die zwischen den vom Zweitligisten geforderten 25 und den bisher gebotenen rund 20 Millionen der Schwaben eine wenn auch nicht unüberbrückbare Lücke ausweist. Fabian Wohlgemuth rechnet nicht mit dem U-21-Nationalspieler. „Er wird nicht kommen“, so der VfB-Sportvorstand am Rande des heutigen Trainings. Was nicht als grundsätzlich zu verstehen, sondern auf die Woche am Chiemsee bezogen ist.
„Er ist herzlich willkommen. Jeder Spieler, der Qualität mitbringt, ist wichtig für uns.“ (Ermedin Demirovic zu einem möglichen Transfer von Dzenan Pejcinovic)
Ermedin Demirovic würde eine Verpflichtung des Stürmers begrüßen. „Er kann gerne kommen, er ist herzlich willkommen“, sagt der bosnische Nationalspieler und WM-Fahrer. Pejcinovic sei „ein guter Spieler“. Das sei kein Geheimnis und der Angreifer auch als möglicher Konkurrent im Kampf um einen Startplatz beim VfB kein Problem. „Wir wollen schlagkräftig in die Saison gehen. Deswegen ist jeder Spieler, der Qualität mitbringt, wichtig für uns.“
Demirovic und das Wunschlos Arsenal
Seine eigene Zukunft sieht Demirovic, der zuletzt mit Leeds United in Verbindung gebracht wurde, ebenfalls in Stuttgart. Seine Ziele sehen wie immer aus. „Ich möchte der Mannschaft helfen, möchte Tore schießen, so viele wie möglich, und weiter vorangehen und eine erfolgreiche Saison spielen.“ In einer Spielzeit, in der die Champions League wartet. „Wir haben mittlerweile so viele Gegner vor der Brust gehabt. Ob in der Europa League oder in der Champions League. Da gibt es nur Hochkaräter. Deswegen freue ich mich eigentlich auf jedes Spiel.“ Und auf ein Wunschlos ganz besonders: „Ich hoffe, dass wir mal eine englische Mannschaft bekommen. Das wäre cool. Ich würde gerne gegen Arsenal spielen. Im Emirates Stadium.“
