Das im Winter von RB Leipzig gekaufte TSG-Talent Yannick Eduardo (20) kehrt vorerst in die Niederlande zurück, wo er zuvor schon spielte. Beim Erstligisten Den Haag soll der Tscheche den letzten Schliff bekommen.
Mittelstürmer wird verliehen
Es sollten Vorgriffe auf die nun anlaufende Saison sein, als die TSG in der Wintertransferperiode gleich drei Talente in den Kraichgau holte: Neben dem Dortmunder Flügelstürmer Cole Campbell und Mittelfeldspieler Luis Engelns vom mittlerweile in die Bundesliga aufgestiegenen SC Paderborn war das auch Yannick Eduardo.
Der junge Mittelstürmer, den RB Leipzig zuletzt zum niederländischen Zweitligisten Dordrecht verliehen hatte, war für 2,6 Millionen Euro fest verpflichtet worden und sollte das Halbjahr nutzen, um sich auch über die Drittligamannschaft der TSG dem Profiteam anzunähern. Am Ende standen elf Einsätze (1 Tor/2 Assists) für die Hoffenheimer Zweitvertretung sowie eine Einwechslung in der Bundesliga in der Bilanz.
Den endgültigen Sprung ins Bundesligateam trauten die Verantwortlichen dem Talent auch angesichts der Konkurrenzsituation noch nicht zu, die 3. Liga als Reifegrad erschien allerdings auch nicht angemessen. Also geht der in Tschechien geborene, aber in den Niederlanden aufgewachsene Angreifer auch dort seinen nächsten Entwicklungsschritt und wird für die Saison 2026/27 an den Erstliga-Aufsteiger ADO Den Haag verliehen.
Eduardo kehrt zu Ex-Coach Peter zurück
„Wir haben Yannick im Winter verpflichtet, da er top Voraussetzungen mitbringt, um ein erfolgreicher Bundesligastürmer zu werden. Er verfügt über Gardemaß, hat eine starke Athletik und arbeitet aggressiv wie geradlinig zum gegnerischen Tor. Dies sind alles Attribute, welche sehr gut zu unserer Spielphilosophie passen“, erklärt Frank Kramer, Direktor Sport bei der TSG: „Um sich nun bestmöglich auf dem Weg in die Bundesliga weiterentwickeln zu können, benötigt Yannick regelmäßige Einsätze auf hohem Niveau. Diese soll er nun bei ADO in den Niederlanden erhalten, wo er in Cheftrainer Robin Peter auf einen vertrauten Förderer aus seiner Zeit bei RB Leipzig trifft.“
Der Hüne (1,93 Meter) war bereits als 16-Jähriger in den Nachwuchs von RB gewechselt, Leipzig hatte das Talent später gleich dreimal an niederländische Klubs verliehen (De Graafschap, Emmen, Dordrecht), ehe er im Winter nach Hoffenheim verkauft worden war. Zugleich hatte Eduardo auch die Junioren-Nationalteams Tschechiens bis in die U 21 durchlaufen.
Konkurrenzdruck in Hoffenheim selbst bei Asllanis Abgang
Im aktuellen Hoffenheimer Aufgebot herrscht auch im Angriffszentrum noch hoher Konkurrenzdruck, auch wenn sich der Abgang von Mittelstürmer Fisnik Asllani abzeichnet. So steht Cheftrainer Christian Ilzer dort etwa Neuzugang Alessandro Vogt (21) aus St. Gallen zur Verfügung, auch Eigengewächs Max Moerstedt (20) soll nun durchstarten. Zudem hat Leader Andrej Kramaric seinen Vertrag ausgedehnt und obendrein drängt nach einem von Verletzungen durchzogenen Jahr Adam Hlozek wieder ins Team. Aber auch Talent Deniz Zeitler (19) machte auf sich aufmerksam.
Mal sehen, wie sich die Personallage dann im Sommer 2027 sortiert, wenn Eduardos Leihe in Den Haag endet.
