Trotz gestiegener Preise: Bundesliga vermeldet erneuten Ticketrekord

Die Bundesliga freut sich über einen erneut gestiegenen Zuschauerschnitt, 2025/26 wurden so viele Tickets abgesetzt wie noch nie. Die 2. Liga litt hingegen unter den Absteigern.

Bilanz der Saison 2025/26

Am Donnerstag veröffentlichte die Bundesliga den Zuschauerbericht der abgelaufenen Saison in der 1. und 2. Bundesliga – mit dem Ergebnis, dass so viele Tickets abgesetzt wurden wie noch nie. Laut Angaben erreichten die 36 Profiklubs mit insgesamt 21.404.258 abgesetzten Tickets, einschließlich Ehren- und Freikarten, einen Rekordwert. Pro Partie wurden demnach 34.974 Eintrittskarten abgesetzt, was den höchsten Zuschauerschnitt aller Zeiten bedeutet. Im europäischen Vergleich konnte sich die Bundesliga somit erneut gegenüber der spanischen La Liga (30.945) und der italienischen Serie A (30.084) durchsetzen.

Die Bundesliga freute sich mit dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln über zwei Zuschauermagneten als Aufsteiger. Da mit Bochum und Kiel zwei Klubs mit einer geringeren Stadionkapazität die Liga im Gegenzug verließen, stieg die Anzahl an abgesetzten Tickets im Vergleich zur Vorsaison um 9,1 Prozent auf 12.718.097 an. Das entsprach durchschnittlich 41.562 pro Spiel (Vorjahr 38.082). Ein Anstieg in der bald startenden Saison ist durch den Aufstieg von Schalke 04 also erneut zu erwarten.

Die durchschnittliche Stadionauslastung der Bundesliga lag unter Berücksichtigung der abgesetzten Tickets mit 96,1 Prozent ebenfalls über dem Vorjahresniveau von 95,9 Prozent. Die maximale Stadionauslastung von 100 Prozent konnten mit dem 1. FC Union Berlin, Bayer 04 Leverkusen, dem FC Bayern München und dem FC St. Pauli vier Vereine erreichen. Zwölf weitere Bundesligisten kamen auf eine Auslastung von mehr als 90 Prozent. Den höchsten Zuschauerschnitt hatte Borussia Dortmund mit fast 80.000 vorzuweisen, gefolgt vom FC Bayern München (rund 75.000) und dem Hamburger SV (rund 56.900).

Sinkende Zahlen in der 2. Liga

Der „Verlust“ von traditionsreichen Zugpferden wirkte sich trotz der Aufstiege von Dresden und Bielefeld auf den Gesamt-Ticketabsatz in der 2. Bundesliga aus, der leicht unter dem Niveau der Vorsaison lag. 8.686.161 Karten wurden dort in der Saison 2025/26 abgesetzt, im Schnitt also 28.386 (Vorjahr 30.493).

In der 2. Bundesliga verzeichnete der Absteiger Preußen Münster – bedingt durch den Stadionumbau – mit fast 100 Prozent die höchste Auslastung, gefolgt vom FC Schalke 04 mit knapp 99 Prozent. Die Knappen hatten mit mehr als 61.000 Zuschauern derweil das größte Besucheraufkommen – vor Hertha BSC mit mehr als 47.000 Zuschauern und dem 1. FC Kaiserslautern mit annähernd 46.000 Zuschauern.

Bundesliga-Tickets teurer

Die erfreulichen Zahlen schreibt die Bundesliga trotz gestiegenen Ticketpreisen. Der durchschnittliche Preis einer Eintrittskarte für ein Bundesligaspiel inklusive Umsatzsteuer und Abgabe an den öffentlichen Verkehrsbetrieb betrug vergangene Saison im Durchschnitt 30,77 Euro. 2024/25 kostete ein Ticket im Schnitt noch 28,78 Euro. Alle Bereiche sind demnach teurer geworden. Ein Sitzplatz kostete 37,14 Euro (2024/25: 35,28 Euro) und ein Stehplatz 12,27 Euro (2024/25: 12,04 Euro).

In der 2. Bundesliga zahlten die Fans im Schnitt minimal weniger, 24,34 Euro kostete ein Ticket (2024/25: 24,70 Euro).

 

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