Beim FC Bayern kommt Bewegung rein auf dem Transfermarkt. Die gesetzten Ziele rücken näher.
Joao Palhinhas Wechsel auf der Zielgeraden
Erkenntnisse lieferte der Supercup-Sieg der Bayern am Samstag nicht nur auf dem Platz, wo gewisse Rädchen schon wieder ineinandergriffen. Auch abseits des Rasens zeigte sich, wie klar der Rekordmeister mit dem Kurs bei jenen Spielern bleibt, die er gerne noch vor dem Ende des Transferfensters in der kommenden Woche abgeben würde.
Bryan Zaragoza wäre aufgrund fehlender Fitness sowieso kein Kandidat für den Kader in Dortmund gewesen, Joao Palhinha weilte bereits in seiner Heimatstadt Lissabon. Und Sacha Boey, bei den Generalproben gegen Leipzig und in Heidenheim noch jeweils mindestens eine Stunde im Einsatz, fehlte ebenso im Aufgebot.
„Wir haben von Anfang an ganz klar kommuniziert, die drei Jungs wissen Bescheid“, erklärte Sportvorstand Max Eberl. „Und wenn du jetzt so ein Spiel hast, nimmst du die Jungs, mit denen du für die Saison planst.“
Joao Palhinha zieht es zurück in die Heimat nach Lissabon
Das Trio, einst fast 100 Millionen Euro teuer, soll die Bayern verlassen, und inzwischen rücken die gesetzten Ziele in greifbare Nähe. Der Wechsel von Joao Palhinha zu Benfica befindet sich auf der Zielgeraden, für den 31-jährigen Mittelfeldspieler winken am Ende mit Boni um die 18 bis 19 Millionen Euro.
Zaragoza zieht es wieder mal zurück nach Spanien, für den quirligen Offensivspieler interessiert sich Espanyol Barcelona. Es soll sich zunächst um eine Leihe mit anschließender Kaufpflicht handeln, final verhandelt ist der Deal noch nicht. Einzig Rechtsverteidiger Boey hat bis dato noch keinen konkreten Wechsel in Aussicht.
Zwei weitere Abgänge zeichnen sich trotzdem ab: Wisdom Mike steht vor einem Wechsel zu Club Brügge. Dem Vernehmen nach zahlt der belgische Topklub fünf Millionen Euro, deshalb stimmten die Bayern einem fixen Verkauf zu. Mike, der im September erst 18 wird, kam in der Vorsaison zu seinem Debüt bei den Profis, lief einmal in der Champions League und viermal in der Bundesliga auf.
Für Mike ist der Konkurrenzkampf auf links zu groß
Auf der linken Außenbahn, Mikes angestrebter Position, ist der Konkurrenzkampf wie auf nahezu jeder Offensivposition groß. Hinter Luis Diaz soll Arijon Ibrahimovic als Backup fungieren, zudem kann Serge Gnabry dort spielen, gegebenenfalls auch Neuzugang Ismael Saibari.
Eine neue Herausforderung sucht auch Felipe Chavez, der in der vergangenen Rückrunde bereits an den 1. FC Köln verliehen war und einen schweren Stand im zentralen Mittelfeld der Bayern hätte. Für ihn gibt es drei Leihanfragen, darunter Zweitligist Magdeburg und der portugiesische Erstligist Estrela Amadora. Beim Test in Heidenheim hatte der peruanische A-Nationalspieler noch sehenswert per Freistoß getroffen, besonders der linke Fuß sticht bei ihm hervor.
Mit den Abgängen von Joao Palhinha, Zaragoza, Chavez und Wisdom Mike winken den Bayern jedenfalls weitere Millionen. Bislang belaufen sich die Einnahmen auf rund 40 Millionen, demnächst dann auf geschätzte 60. Dem gegenüberstehen die rund 100 Millionen Euro Ausgaben für Saibari, Nathaniel Brown und Bara Sapoko Ndiaye.
