Die Suche nach einem neuen Marketingvorstand für die Profifußball-AG des VfB Stuttgart neigt sich dem Ende zu: Offenbar hat sich mittlerweile ein klarer Favorit herauskristallisiert.
Kasper-Nachfolge bald geklärt?
Es handelt sich nach kicker-Informationen um Karsten Petry, aktuell Marketingvorstand der Stiftung „Deutschen Sporthilfe“, die olympische und paralympische Spitzen- und Nachwuchssportler fördert. Zuvor hat der 50-Jährige für die „Deutsche Städte Medien“, die Sponsoring-Agentur akzio, die heute zum Vermarkter Sportfive gehört, die Commerzbank und die Sportmarketing-Agentur Octagon gearbeitet. In den nächsten Tagen dürfte der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart um dessen Vorsitzenden, e.V.-Präsident Dietmar Allgaier, seine finale Entscheidung fällen.
Die Suche nach einem neuen Vorstand war nötig geworden, weil im vergangenen Sommer Finanzvorstand Dr. Thomas Ignatzi auf eigenen Wunsch sein Mandat niedergelegt hatte und Marketingvorstand Rouven Kasper mit Wirkung zum 1. Januar dieses Jahres zum FC Bayern gewechselt war. Zunächst drehten sich die Überlegungen in Bad Cannstatt darum, ob man nun das Finanzressort oder das Marketingressort nachbesetzen müsse. Nun scheint man zu dem Entschluss gekommen zu sein, dass CEO Alexander Wehrle dem Finanzbereich dauerhaft vorstehen soll und der Vertrieb neu besetzt wird.
Stuttgarts Ziel: Nachhaltiges, wirtschaftliches Wachstum
Kandidaten waren respektive sind neben Petry auch Benedikt Scholz, der bei Borussia Dortmund als Direktor Internationalisierung und Commercial Partnerships fungiert, und Thomas Joos. Der 51-Jährige arbeitete einst in Diensten des Sportvermarkters Infront für den 1.FC Köln, als Wehrle dort Boss war. Und: Der ehemalige Torwart und VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth kennen sich gut, standen einst zu Profizeiten gemeinsam im Kader von Tennis Borussia Berlin. Doch dem Vernehmen nach möchte Joos in Dortmund bleiben, wo er aktuell für Sportfive den BVB betreut.
Auch der Geschäftsführer der für die Auslandsvermarktung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zuständigen Bundesliga International GmbH, Peer Naubert, stand auf der Liste. Allerdings läuft es wohl auf Petry hinaus, wobei man sich noch mit seinem aktuellen Arbeitgeber einigen müsste, an dessen Aufsichtsratsspitze der langjährige DFL-Chef Christian Seifert steht.
Die Neu-Besetzung des Marketing-Postens wird langfristig entscheidenden Charakter haben für den weiteren Weg des Bundesligisten. Schließlich befindet sich der VfB nach der erstmaligen Champions-League-Teilnahme 2024/25 nach fast 15 Jahren Pause und dem DFB-Pokalgewinn 2025 im Aufwind. Was im Idealfall ein nachhaltiges, wirtschaftliches Wachstum befeuern soll, wofür es eben auch entsprechende Partner, Sponsoren und Vermarktungsideen braucht.
