Von einem souveränen Sieg war das Dortmunder 3:2 gegen den 1. FC Heidenheim weit entfernt. Dennoch ist die Borussia nun wieder auf sechs Zähler an Tabellenführer Bayern dran – und bleibt entsprechend ambitioniert.
Vize-Kapitän erklärt Elfer-Situation
Nur mit Ach und Krach gewann Borussia Dortmund am Sonntagabend gegen Schlusslicht Heidenheim, das im Signal-Iduna-Park nicht wie eines aufgetreten war. Wie der vierte Dortmunder Ligasieg in Folge mit je drei Treffern zustande gekommen war, interessierte im Lager der Schwarz-Gelben nach der Partie aber niemanden mehr. Unter dem Strich steht schließlich: Der BVB nutzt den zweiten Bayern-Patzer in Folge und rückt bis auf sechs Punkte an die Münchner heran.
Beim 3:2-Sieg profitierte die Mannschaft von Niko Kovac davon, dass die Gäste aus Heidenheim in der Nachspielzeit zwei Hochkaräter zum Ausgleich ausließen – und zuvor beim Stand von 2:1 aus FCH-Sicht in Person von Marvin Pieringer das sichere Tor zum 3:1 liegenließen. So entschied ein Doppelschlag von Serhou Guirassy die Partie – und hält die Konstellation an der Tabellenspitze offener als vielerorts noch vor wenigen Wochen erwartet.
„Wenn man die Bayern kitzelt, dann kommen sie.“ (Nico Schlotterbeck)
13 Bundesligaspiele in Serie ist der BVB nun ungeschlagen – in vier Wochen wartet das direkte Duell mit dem Primus aus München: „Ich habe irgendwann mal gehört: Wenn man die Bayern kitzelt, dann kommen sie“, wusste auch Nico Schlotterbeck am DAZN-Mikrofon – schickte aber zugleich eine Kampfansage gen Süden. „Sie kommen zu uns. Ich glaube, man muss als BVB langsam auch mal den Anspruch haben zu sagen: Wir wollen Meister werden!“
Die in seinem 100. Bundesligaspiel im Dortmunder Trikot fußballerisch wieder einmal ausbaufähige Darbietung seiner Mannschaft, die besonders vor der Pause weitgehend nur nach Ecken für Gefahr sorgte und sich aus dem Spiel heraus schwertat, interessierte den Ersatzkapitän aber wenig: „Wir haben jetzt heute ein bisschen glücklich gewonnen, ist mir aber auch scheißegal. Wir haben gewonnen.“
Schlotterbeck erklärt Elfmeter-Situation
Da Guirassy seinen zweiten Elfmeter des Abends vergab, musste der BVB am Ende nochmal zittern. Vor den beiden Ausführungen hatte sich zunächst jedoch Schlotterbeck den Ball geschnappt – und dann an Dortmunds Stürmer abgegeben. Zu schießen habe er nicht vorgehabt: „Das Problem im Fußball ist mittlerweile, dass sie irgendwann den Schützen verunsichern wollen“, erklärte der 23-malige Nationalspieler die Situationen.
Der in dieser Saison zuweilen unglückliche Guirassy verpasste durch seinen Fehlschuss beim zweiten Versuch in Minute 85 einen Hattrick, da er den selbst herausgeholten Strafstoß per Heber über das Tor beförderte. Guineas Nationalstürmer nahm die Situation aber gelassen: „Ich wollte in die Mitte schießen. Manchmal treffe ich, manchmal nicht. Das ist Fußball.“
