Saad vor erneuter Leihe, Beteiligung bei Vargas

Sechs Spieler, die 2025/26 unter Vertrag standen, nahmen für den FC Augsburg an der WM teil – mit unterschiedlichem Erfolg. Am meisten profitieren könnte der Klub aber von einem, der lange nicht mehr da ist.

Augsburgs WM-Bilanz

Ob Sima Suso und Hennes Behrens je an einer Weltmeisterschaft teilnehmen werden? Dafür bedürfte es eines Blicks in die Glaskugel. In der Gegenwart hat der FC Augsburg die 21-jährigen Talente verpflichtet. Mittelfeldspieler Suso für 1,6 Millionen Euro von Fortuna Düsseldorf, Linksverteidiger Behrens für 3,5 Millionen Euro Basisablöse aus Hoffenheim. Beide erhalten einen Vertrag bis 2031.

Sie sind vielleicht die Zukunft des FCA, Ruben Vargas ist längst Vergangenheit, im Januar 2025 zog es den Schweizer für rund 2,5 Millionen zum FC Sevilla. Bei der WM erzielte der 27-jährige Offensivspieler zwei Tore und bereitete eines vor, im Achtelfinale gegen Kolumbien verwandelte er im Elfmeterschießen den entscheidenden Letzten. Der FCA schaut genau hin, denn: Nach kicker-Informationen würde er per Klausel bei einem Weiterverkauf beteiligt, winkt ob des gestiegenen Marktwertes von Vargas eine siebenstellige Summe. An Interessenten dürfte es nicht mangeln.

Fabian Rieder hat seinen Marktwert ebenfalls gesteigert, er erreichte wie Vargas mit der Schweiz das Viertelfinale, stand auch beim Aus gegen Argentinien (1:2 nach Verlängerung) in der Startelf. Zwar ist beim FCA niemand unverkäuflich, doch baut der FCA auf Rieder, der in der Nati offensiver aufgestellt wurde als in Augsburg. Dort plant Manuel Baum auch künftig auf der Doppelsechs mit dem 24-Jährigen, der von dort aus für kreative Momente im FCA-Spiel sorgen soll.

Jakic folgt der Spur des Geldes

Michael Gregoritsch erfüllte sich seinen Traum von einer WM mit 32, er bereitete das 3:3 Österreichs im dramatischen letzten Gruppenspiel gegen Algerien vor, war ansonsten Teilzeitkraft. Der FCA zog bei ihm die Kaufoption im mittleren sechsstelligen Bereich. Gregoritsch bleibt wichtig, dürfte sich auf dem Platz mit Rodrigo Ribeiro abwechseln, in der Kabine gilt er als Führungspersönlichkeit.

Auch Kristijan Jakic gehört dazu, eher gehörte dazu. Den Kroaten zieht es weg, er möchte mit 29 Jahren einen möglichst dicken Vertrag ergattern und nochmals richtig Geld verdienen. So erzählt man es sich zumindest in Augsburg. Allerdings verlief die WM enttäuschend für den Sechser, der bei Kroatien nie zum Einsatz kam. Eine Spur soll in den arabischen Raum führen, eventuell nach Katar.

Ismail Gharbi kam bei den enttäuschenden Tunesiern dreimal zum Einsatz, beim FC Augsburg kaum, weshalb vor der WM feststand, dass die Kaufoption nicht gezogen wird. Elias Saad lief zweimal für Tunesien auf. Er dürfte nach der Zwischenstation Hannover erneut verliehen werden. Die Initiative geht von Spielerseite aus, Anfang der Woche könnte sich etwas bewegen. Bei Nathanael Mbuku (24) tut sich noch nichts. Er spielte dreimal für die DR Kongo, war zuletzt an Montpellier verliehen und hat in Augsburg keine Zukunft.

 

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