RB Leipzig muss in den kommenden Wochen ohne den an der Schulter verletzten Assan Ouedraogo auskommen. Der Mittelfeldakteur soll aus dem bestehenden Kader ersetzt werden. Der kicker nennt die Alternativen.
Wer den Nationalspieler ersetzen kann
Man kann nicht sagen, dass Assan Ouedraogo bei RB Leipzig vom Glück verfolgt wird. Im am Freitag zu Ende gegangenen Trainingslager in Saalfelden/Österreich hat sich der 20 Jahre alte Mittelfeldakteur eine Kapselverletzung in der rechten Schulter zugezogen und muss erneut zwangsweise pausieren. Obwohl die Verletzung konservativ behandelt wird und offiziell eine Ausfallzeit von „wenigen Wochen“ kommuniziert wurde, dürfte Ouedraogos Mitwirken zum Saisonstart am 22. August im Pokal bei Eintracht Trier mindestens mal fraglich sein.
Grudas Lieblingsposition, Hybrid Reitz
In Ouedraogo fällt damit der zweite Mittelfeldspieler aus, der im bei RB bevorzugten 4-3-3-System auf der Acht eine wichtige Rolle spielt. Christoph Baumgartner, der Leipziger Topscorer der Saison 2025/26 (17 Tore, 10 Assists in 37 Pflichtspielen), läuft nach seiner Sehnenverletzung zwar wieder, wird aber noch einige Zeit und zum Rundenstart fehlen. Einen Ersatz für die Position will RB nach kicker-Informationen nicht verpflichten. Somit muss der neue Trainer Martin Demichelis die Achterpositionen aus dem bestehenden Kader besetzen. Die Alternativen sind:
Brajan Gruda (21): Der erneut von Brighton & Hove Albion ausgeliehene deutsche U-21-Nationalspieler ist im 4-3-3 zwar auch eine Alternative als Rechtsaußen, ist aber eigentlich auf der Acht (oder der Zehn) zu Hause. Gruda, der mit seiner Unberechenbarkeit im Dribbling und seinem Instinkt neue Situationen kreieren kann, wäre die offensivste Achter-Lösung.
Rocco Reitz (24): Der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach steht nach seinem schweren Infekt vor der kompletten Rückkehr ins Teamtraining. Im Camp in Österreich absolvierte Reitz Teile des Trainings, er wäre als Achter ein Hybrid aus defensivem und offensivem Mittelfeldakteur, giftig und mit fußballerischen Qualitäten.
Ezechiel Banzuzi (21): Der vor einem Jahr vom belgischen Erstligisten OH Leuven geholte Niederländer ist physisch stark (1,92 Meter, 88 Kilogramm) und technisch versiert. Banzuzi kam in seinem Debüt-Jahr auf 28 Pflichtspiel-Einsätze, stand aber nur viermal in der Startelf (zwei Tore, ein Assist). Kann in Sachen Zielstrebigkeit und Torgefahr zulegen.
Andrija Maksimovic (19): Der junge Serbe gilt seit seinem Wechsel von Roter Stern Belgrad nach Leipzig als großes Versprechen für die Zukunft. Der feine Techniker mit der großen Spielintelligenz und der Stärke bei Standards muss vor allem noch robuster werden. Nach nur zehn Teileinsätzen in der Vorsaison wäre eine Leihe grundsätzlich vorstellbar, aber Maksimovic soll sich laut Plan bei RB durchsetzen.
