Mehr Wucht mit Brassier – Tür bei Kalimuendo bleibt geschlossen

In den letzten Tagen des Transferfensters ist viel passiert bei Eintracht Frankfurt. Zwei große Baustellen wurden geschlossen, der Stürmerwunsch ging allerdings nicht in Erfüllung.

Joselu kein Thema in Frankfurt

Die beiden größten Baustellen konnte Sportvorstand Markus Krösche in der letzten Woche der Transferperiode noch schließen. Höchste Priorität besaß die Verpflichtung einer neuen Nummer 1 – mit Noah Atubolu kam aus Freiburg ein potenzieller Top-Torwart. Der 24-Jährige belegte in der jüngsten kicker-Rangliste Platz 2 in der Internationalen Klasse.

Brassier vor Startelf-Debüt

Fast genauso wichtig war die Verpflichtung eines weiteren linken Innenverteidigers. Dem vor einigen Wochen für 4,5 Millionen Euro Ablöse von Estrela Amadora verpflichteten Otavio wird zwar großes Potenzial bescheinigt. Offensichtlich ist aber auch, dass der 20-jährige Brasilianer noch Zeit braucht, um richtig fit zu werden und sich an das höhere Niveau in der Bundesliga zu gewöhnen.

Trainer Adi Hütter musste sich lange gedulden, ehe am Montag sein Wunschverteidiger einen Fünfjahresvertrag unterschrieb: Lilian Brassier (Stade Rennes). Der 26-Jährige bringt die Erfahrung aus 161 Partien in der Ligue 1 mit und hat das Zeug zur Sofortverstärkung. Es ist zu erwarten, dass der neun Millionen Euro teure Abwehrspieler schon am Sonntag im Heimspiel gegen den FC Augsburg an der Seite von Robin Koch verteidigt. Hütter kennt Brassier bestens aus seiner eigenen Zeit in der Ligue 1 bei der AS Monaco (Juli 2023 bis Oktober 2025).

Manager Krösche sagt: „Mit Lilian Brassier konnten wir einen physisch starken und schnellen Verteidiger verpflichten, der Zweikämpfe mit großer Intensität führt und gleichzeitig über eine hohe Dynamik verfügt. Wir sind überzeugt, dass er unserer Defensive zusätzliche Stabilität und Qualität verleihen wird.“

Marinakis schiebt den Riegel vor

Gerne hätte die Eintracht auch noch einen weiteren Stürmer unter Vertrag genommen, wenngleich das nicht höchste Priorität genoss. Die Hoffnung auf eine Rückkehr von Arnaud Kalimuendo (24) war zwar nie sonderlich groß, lebte aber bis zum Deadline Day. Der Franzose spielte in der Rückrunde auf Leihbasis bei den Hessen und wäre auch künftig gerne für die Eintracht auf Torejagd gegangen. Doch Nottingham Forst wollte sich auf keine weitere Leihe einlassen. Klubeigentümer Evangelos Marinakis stellte sich quer, forderte dem Vernehmen nach 30 Millionen Euro Ablöse. Das konnte und wollte sich die bis zuletzt unter Verkaufsdruck stehende Eintracht nicht leisten.

Richten müssen es Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib, auch Can Uzun und Ansgar Knauff können im Sturm eingesetzt werden. Der von Sky ins Spiel gebrachte vertragslose Joselu (36) ist kein Thema. Im Winter-Transferfenster kann notfalls nachjustiert werden, bis dahin stehen maximal 15 Pflichtspiele an. Für dieses Programm ist die Eintracht auch dank der späten Verpflichtungen von Atubolu und Brassier gut gerüstet.

 

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