Lynen droht die 100-Spiele-Flaute: „Es muss jetzt mal passieren“

Noch immer ohne Treffer für Werder – und doch unverändert wichtig: Senne Lynen spricht über die persönliche Durststrecke, seinen Kaltstart und das Thema Abgang aus Bremen.

Werder-Bekenntnis und Puertas-Rückkehr?

Noch bleiben ihm fünf Partien – dann hätte Senne Lynen 100 Bundesligaspiele ohne eigenen Treffer absolviert. Doch der Sechser des SV Werder Bremen nimmt dieses natürlich nicht völlig neue Thema weiterhin mit einer gewissen Gelassenheit: „Wir hatten jetzt zwei Monate keine Spiele – also hatte ich auch keine Chance, ein Tor zu erzielen.“

Dass der Knoten platzt, würde sich der 27-Jährige dann aber schon langsam mal wünschen: „Ich hoffe einfach, dass es schnell passieren wird – und ich nicht mehr Latte oder Pfosten treffe, sondern ins Tor.“ Andererseits: Von einem „großen Thema“ ob seiner Torflaute zu sprechen, wäre dann auch „nicht richtig – es ist nicht so, dass ich mich da jeden Tag mit beschäftige“, so Lynen: „Es muss jetzt mal passieren.“

Unabhängig von seinen Torjägerqualitäten ist der Belgier ohnehin eher als Taktgeber im Mittelfeldzentrum gefragt, wo er beim Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal auch sogleich wieder von Beginn an auflief – wohlgemerkt, nachdem er weite Teile der Vorbereitung und sämtliche Testspiele verpasst hatte.

„Ob das viel oder wenig ist, …“ (Senne Lynen über die Bremer Transferaktivitäten)

Nach der Bauchmuskelverletzung, die sich Lynen zum Trainingsstart bei einer Drehbewegung zugezogen hatte („Ich habe sofort ein Ziehen gespürt“), sei er nun jedenfalls wieder „körperlich bei 100 Prozent“. Andererseits birgt seine Wiedereingliederung ohne jede Testspielpraxis in der nun laufenden Saison jedoch genauso ein mögliches Risiko wie bei den jüngst getätigten Verpflichtungen von Niclas Füllkrug, Ludovit Reis und Eren Dinkci.

Den Qualitätssprung, den der Kader durch diese drei Transfers idealerweise gemacht haben soll (und ob das wirklich reicht), kann Lynen selbst noch nicht so richtig einschätzen: „Ob das viel ist oder wenig, das muss man sehen“, sagte der Mittelfeldspieler, auch im Vertrauen auf die sportlichen Entscheider: „Sie werden machen, was das Beste für die Mannschaft ist.“

Puertas-Rückkehr? „Noch nicht so richtig klar“

Neben der bestehenden Transfer-Priorität bei einem Rechtsverteidiger, der alternativ auch innen verteidigen kann, prüft Werder ja auch noch die Verpflichtung eines Mittelfeldspielers – und Cameron Puertas, Leihspieler der Vorsaison sowie Lynen-Kumpel, wird da nach wie vor gehandelt.

„Auch für ihn ist die Situation noch nicht so richtig klar“, berichtete der Werder-Profi über seinen eigenen (Wissens-)Stand bei einer möglichen Rückkehr von Puertas nach Bremen: „Er hat zwei, drei Optionen“ – und eine Entscheidung sei wohl erst „am Ende“ der Transferperiode zu erwarten.

Lynen: Noch vier Jahre unter Werder-Vertrag

Bei Lynen selbst wiederum ist ein Transfer nach seiner Verpflichtung im Sommer 2023 seit jeher kaum zum Thema geworden – wenngleich er „lügen würde, wenn ich sage, dass sich keine Vereine gemeldet haben“.

Doch große Abgangsgedanken aus Bremen verspürt der Belgier offensichtlich nicht, nachdem er seinen Vertrag vor einem Jahr um fünf Jahre verlängert hatte: „Ich habe jetzt also noch vier Jahre – und möchte sehr gerne bleiben.“ Zudem hätten sich bis dato keine „krassen Sachen“ als mögliche nächste Karriereschritte ergeben: „Ich werde Werder nicht für einen Verein verlassen, wo man weniger hat als all das hier.“

Führungsspieler Lynen? „Ich bin immer da“

Zumal Lynen am Osterdeich mittlerweile ein Standing hat, das trotz seines Kaltstarts ohne Testspiele dafür sprechen dürfte, dass er auch in Freiburg direkt in der Startelf steht. Und das ihn auch für die von Coach Daniel Thioune in Aussicht gestellte „Leadership group“ infrage kommen lässt: „Von meiner Seite sehe ich mich als möglicher Teil davon – in der Kabine und auf dem Platz bin ich immer da.“

 

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