In den ersten Auswärtssieg des Hamburger SV in Hoffenheim mischte sich ein bitterer Beigeschmack in den Freudenbecher: Nicolai Remberg verletzte sich dabei – schwer, wie sich nun nach der genauen Diagnose herausstellte.
Kapitän verletzt sich in Hoffenheim schwer
Im Kraichgau lief die 35. Minute, als Nicolai Remberg nach einem Zweikampf mit Bambasé Conte zunächst auf dem Rasen liegenblieb und in der Folge behandelt werden musste. Der HSV-Kapitän kehrte auf den Platz zurück, doch alsbald stellte sich heraus, dass es für ihn nicht weitergehen würde. Noch auf dem Feld erhielt der 26-Jährige eine dicke Bandage um sein rechtes Knie und verließ es humpelnd, gestützt von Yussuf Poulsen und einem Betreuer.
Polzin sichtlich angefasst
Schon auf dem Rasen bestand nach einem Test der HSV-Mediziner der Verdacht auf eine schwerere Verletzung, zu dem sich der sichtlich angefasste Merlin Polzin im Nachgang auch äußerte: „Bei ‚Rambo‘ sieht es maximal beschissen aus. Es besteht der Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung.“ Es sei „ein bitterer Moment für ihn persönlich und für uns als Mannschaft, weil er genau der Spieler ist, der verkörpert, was den neuen HSV ausmachen soll“, so der Coach am Samstag.
Der Verdacht ist nach eingehenden Untersuchungen mittels MRT im Athleticum am Volkspark nun zur traurigen Gewissheit geworden. Wie die Hamburger auf der vereinseigenen Website am Sonntag vermeldeten, hat sich Remberg, in dieser Saison zum Spielführer aufgestiegen, einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen. Der gebürtige Rheiner muss sich einer Operation unterziehen und wird den Hanseaten damit monatelang fehlen.
In Hoffenheim hatte Polzin die Position des robusten zentralen Defensivspielers mit dem späteren Matchwinner Miro Muheim besetzt. Ob dies auch eine Lösung für die Zukunft sein kann, wird sich zeigen.
