60, 1, 68 – so viele Minuten verbrachte Silas an den letzten drei Spieltagen auf dem Platz. Derweil sucht Mainz 05 nach einem Ersatz für Benedict Hollerbach. Eine Spur führt zu Sheraldo Becker von CA Osasuna.
Silas nähert sich den 100 Prozent
Die genaue Diagnose bei Benedict Hollerbach ist noch nicht bekannt. Allgemein wird jedoch von einer längeren Ausfallzeit ausgegangen. Seit er beim 2:1-Sieg in Leipzig in der Anfangszeit mit einer Trage vom Platz gebracht werden musste, schauen sich Sportvorstand Christian Heidel und Sportdirektor Niko Bungert auf dem Transfermarkt um.
Eine Spur führt zu Sheraldo Becker von CA Osasuna. Der 30-Jährige hatte bei Union Berlin 138 Spiele (24 Tore) unter Trainer Urs Fischer bestritten. Im Winter 2023/24 trennten sich ihre Wege. Fischer wurde freigestellt, Becker wechselte im Januar zu Real Sociedad San Sebastian. Im vergangenen August zog er weiter zu CA Osasuna, wo er in dieser Saison nur auf neun Ligaeinsätze kommt.
Das frühe Ausscheiden von Hollerbach in Leipzig wurde durch Silas aufgefangen. „Der Wechsel kam unerwartet und es musste schnell gehen. Es war teilweise schwer reinzukommen, aber die Mannschaft hat mir geholfen, ins Spieltempo zu finden“, erzählte Silas. Trainer Fischer hatte den 27-Jährigen mit einer ganz speziellen Ansage aufs Feld geschickt. „Er sagte, ich solle mich auf die Defensivarbeit konzentrieren – für die Offensive bräuchte ich keine Tipps.“ Silas führte 14 Zweikämpfe, von denen er die Hälfte gewann, was für einen Stürmer kein schlechter Wert ist.
„Ich fühle mich schon besser, bin aber bisher nicht bei 100 Prozent.“ (Silas)
Nachdem der Ex-Stuttgarter in der 14. Minute eingewechselt worden war, nahm ihn Fischer in der 82. Minute wieder heraus. „Mir ist die Puste ein bisschen ausgegangen. Es war wichtig, frischen Wind hineinzubringen“, zeigte der Offensivspieler Verständnis. Die lange Spielpause macht sich immer noch bemerkbar. „Ich trainiere Woche für Woche hart. Ich fühle mich schon besser, bin aber bisher nicht bei 100 Prozent“, so Silas.
Zumindest haben die Kräfte für das erste Bundesligator seit Mai 2024 gereicht. Gleich drei Leipziger vermochten den Offensivspieler nicht zu stoppen, der beim Mainzer Siegtreffer eiskalt abschloss und auch dem RB-Torwart keine Chance ließ.
