Am Samstagabend startet der Hamburger SV in Dortmund in die Saison – mit Bakery Jatta auf der rechten Schienenposition. Für die Rolle des Gambiers aber plant Sportdirektor Claus Costa gerade zweigleisig.
El Ouahdi wäre die Perspektivlösung, Arthur die Alternative
Seit den Abschieden von William Mikelbrencis und Giorgi Gocholeishvili ist Bakery Jatta auf der rechten Seite konkurrenzlos. Von Beginn des Sommers an war klar, dass dies kein Dauerzustand sein sollte und statt der abgegebenen Rechtsverteidiger eine Lösung präsentiert werden sollte, hinter der Jatta die Rolle des Herausforderers einnehmen kann. Diese Lösungen sind nun auserkoren: Leverkusens Arthur und Zakaria El Ouahdi von KRC Genk.
Die Wunschlösung soll 13 Millionen Euro kosten
Das Wunschziel der Hansesten ist es, als Verein in der Entwicklung einen nächsten Schritt zu machen und eigene Werte zu schaffen. Deshalb ist El Ouahdi die favorisierte Personalie. Der 24-jährige marokkanische A-Nationalspieler gilt als hochveranlagt und entwicklungsfähig, steht noch bis 2028 in Genk unter Vertrag. Sein Marktwert wird auf 17 Millionen Euro beziffert.
Am Freitagabend wurde El Ouahdi im Heimspiel gegen Beveren (4:0) noch eingesetzt, kurz vor dem Ende der Partie ausgewechselt, er verabschiedete sich unter den Ovationen der Fans mit Tränen in den Augen. Waren dies bereits Abschiedstränen?
Sowohl marokkanische Medien als auch der belgische Transferexperte Sacha Tavolieri melden, dass der Wechsel nach Hamburg beschlossen sei. Demnach erhalte der viermalige Nationalspieler an der Elbe einen Fünfjahres-Vertrag, der HSV müsste 13 Millionen Euro Ablöse plus Boni zahlen.
Auch Vater Mohamed Achahbar sagte gegenüber HLN Sports: „Wir haben ein persönliches Agreement. Jetzt warten wir auf die Einigung der Klubs.“ Klar ist: Es ist ein hoher Preis angesichts der laufenden Bemühungen um Regisseur Fabio Vieira. Zur Einordnung: Für den Portugiesen vom FC Arsenal bietet der Vorjahres-Aufsteiger bislang knapp unter zehn Millionen Euro.
Auch mit Arthur gibt es eine grundsätzliche Einigung
Aus diesem Grund fährt Costa zweigleisig. Am Donnerstag hatte der kicker das Interesse an Arthur enthüllt. Der 23-jährige Brasilianer wäre keine langfristige Lösung, ihn gäbe es lediglich auf Leihbasis. Auch mit ihm und Bayer besteht grundsätzlich eine Einigung, Vollzug aber würde wohl nur dann geschaffen, wenn das Paket El Ouahdi zu teuer würde.
In jedem Fall zeichnet sich ab: Bis zum Dienstag wird das Transferziel, auf der rechten Seite eine Verstärkung zu verpflichten, erreicht.
