Lange Zeit fiel Exequiel Palacios in dieser Saison verletzt aus. Jetzt zeigt der argentinische Weltmeister nach etwas Anlaufzeit einen leichten Aufwärtstrend. Bayer-Geschäftsführer Simon Rolfes formuliert aber noch deutlich höhere Erwartungen an den Sechser.
Manager sieht beim Weltmeister Steigerungsmöglichkeiten
Die Situation ist neu für Exequiel Palacios. Seitdem der Mittelfeldspieler im Januar 2020 zu Bayer 04 gewechselt ist, musste er wiederholt schwere Verletzungen hinnehmen. Doch nach diesen kehrte der heute 27-Jährige regelmäßig direkt mit Top-Leistungen aufs Feld zurück. In diesem Jahr ist dies anders. Benötigte der Weltmeister doch eine für ihn ungewohnt lange Anlaufzeit.
„Für mich kann er noch mehr. Von Pala erwarte ich nichts anderes als eine hohe Qualität.“ (Simon Rolfes)
Zuletzt zeigte die Tendenz bei dem zweikampf- aber auch spielstarken Pressing-Spezialisten leicht nach oben, auch wenn es zwischendurch Rücksetzer gab. Doch sein Auftritt beim 1:1 gegen den FC Arsenal war bemerkenswert stark und auch zuletzt beim 1:0-Sieg in Dortmund gab es an seinem Spiel wenig auszusetzen, auch wenn er nicht die ganz auffälligen Szenen hatte.
Dementsprechend wertschätzend, aber auch fordernd fiel das Urteil von Simon Rolfes über den Partner von Aleix Garcia in der Doppelsechs aus. „Natürlich ist Pala wichtig“, betonte der Geschäftsführer, um dann aber anzufügen: „Für mich kann er noch mehr. Mit dieser Aggressivität, dieser Passqualität, die er ausstrahlt, ist er ein erfahrener Spieler, der auch in diesen Momenten einer der wichtigen Spieler ist, der vorangehen kann. Er macht das und er muss das auch.“ Und so formuliert der Manager den maximalen Anspruch an den Nationalspieler: „Von Pala erwarte ich nichts anderes als eine hohe Qualität.“
Rückkehr ins Nationalteam als wichtiger Push
Dass Palacios zuletzt wieder für die argentinische Nationalmannschaft nominiert wurde, sieht Rolfes als wichtigen Push für den Profi. „Das liebt jeder Spieler, das ist ja klar, für sein Land Argentinien, eine der ganz großen Fußballnationen zu spielen. Natürlich ist das wichtig.“
Gerade im Vorfeld eines großen Turniers wie der WM im Sommer kann auch Bayer davon profitieren. „Das ist ein Feedback für den Spieler. Werde ich eingeladen? Bin ich dabei? Bin ich auf dem Schirm? Wie wird meine Leistung gesehen?“, beschreibt Rolfes den mentalen Aspekt, der Palacios und damit auch Bayer im Saisonfinale einen Schub verleihen könnte.
„“Aleix und Pala haben nicht viele Spiele zusammen gespielt. Jetzt sieht es besser und besser aus mit den Zweien.“ (Kasper Hjulmand)
Trainer Kasper Hjulmand zeigte sich nach dem jüngsten Auftritt des Argentiniers mit der Performance seiner Doppelsechs zufrieden. „Aleix und Pala haben nicht viele Spiele zusammen gespielt“, verweist der Däne auf die lange Ausfallzeit von Palacios und attestiert dem Duo: „Es sieht besser und besser aus mit den Zweien.“ Obwohl Palacios noch Luft nach oben hat.
