Hlozeks Duell mit Kumpel Schick

Am Donnerstag gegen Lyon traf Adam Hlozek wieder ins Schwarze, nun geht es für Hoffenheims Rekordeinkauf gegen seinen Ex-Klub Leverkusen und seinen Nationalelfkollegen und Freund Patrick Schick. Und um einen historischen Treffer.

Hoffenheim vor dem 1000. Tor in der Bundesliga

Er war schon ganz nah dran … Zweimal scheiterte Adam Hlozek am vergangenen Sonntag in Gladbach nur haarscharf am dritten Hoffenheimer Treffer, einmal lenkte Borussias Keeper Moritz Nicolas den Ball mit viel Glück um und einmal mit viel Geschick an den Pfosten. Und verhinderte so ein historisches Tor, denn es wäre das 1000. für die TSG in der Bundesliga gewesen.

Das soll nun am Sonntag im 619. Versuch der Kraichgauer fallen, damit läge Hoffenheim auf Platz 9 der Rangliste der Bundesligisten mit den zügigsten 1000 Toren, die der FC Bayern anführt, die Münchner benötigten dazu nur 450 Partien und liegen vor Gladbach (466) und dem 1. FC Köln (496).

Am liebsten würde Hlozek den verpassten Treffer gleich am Sonntag nachholen, denn dann geht es gegen seinen Ex-Klub Leverkusen und gegen seinen Landsmann, Stürmerkollegen, Freund und sogar Urlaubsbegleiter Patrik Schick. Dessen Lauf hätte Hlozek sicher auch gerne, Bayers Tscheche hat in allen sechs Bundesligapartien bisher getroffen, Nationalelfkollege Hlozek erst in einem, dafür doppelt gegen Stuttgart.

Zwei Jahre spielten die beiden Sparta-Schützlinge in Leverkusen zusammen

Zwei Jahre lang haben die beiden aus der Jugend von Sparta Prag stammenden Angreifer in Leverkusen zusammengespielt und feierten gemeinsam Bayers historisches Double. Schick freilich als Stammkraft, Hlozek als Ergänzungskraft, seinerzeit war an Schick, Boniface, Adli, Tella oder Wirtz nicht vorbeizukommen, also war Hlozek vor zwei Jahren für die Basisablöse von 18 Millionen Euro nach Hoffenheim gewechselt, noch heute die Rekordablöse für die TSG.

Immer mal wieder ließ der beidfüßig schussgewaltige Stürmer sein enormes Potenzial aufblitzen, war aber mehrfach von Verletzungen lange ausgebremst worden. Die aktuelle Saison soll endlich Hlozeks endgültigen Durchbruch bringen, ihn begleitet der mutmaßliche Ketchupflaschen-Effekt, doch so richtig aufgegangen oder übergelaufen ist da noch nichts. Der Doppelpack gegen Stuttgart hätte so ein Flaschenöffner sein können, doch in der Folge blieb Hlozek im Abschluss entweder unglücklich, überhastet oder ungenau – siehe Gladbach.

Am Donnerstag zeigte sich der 24-Jährige dagegen wieder treffsicher und erzielte als Einwechselspieler gegen Lyon zum 3:0 – sein erstes internationales Tor dieser Saison. Auch Fisnik Asllani war gegen die Franzosen von der Bank gekommen, mit einiger Wahrscheinlichkeit werden die beiden Angreifer deshalb gegen Leverkusen wieder in die Startelf rotieren. Mal sehen, ob und wer am Sonntag Hoffenheims 1000. Tor in der Bundesliga schießt. Und ob eher Schicks oder Hlozeks Serie hält oder endet …

 

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