Der SC Paderborn hat Gabriel Vidovic vom kroatischen Erstligisten Dinamo Zagreb verpflichtet. Für den Linksaußen zahlen die Ostwestfalen mehr als das Doppelte ihrer bisherigen Rekordablöse.
„Seine Vita spricht für sich“
Der SC Paderborn hat für Gabriel Vidovic so tief in die Taschen gegriffen wie nie zuvor. Am Dienstag machte der Bundesliga-Aufsteiger den Transfer des 22-jährigen Offensivspielers vom kroatischen Erstligisten Dinamo Zagreb offiziell. Rund drei Millionen Euro fließen dabei in die kroatische Hauptstadt, was Vidovic zum neuen Rekordeinkauf der Nullsiebener macht.
Bislang galten Kevin Stöger und Nick Proschwitz, die jeweils für eine Million Euro verpflichtet wurden, als teuerste Einkäufe des SCP.
„Seine bisherige sportliche Vita spricht für sich“, sagt Sport-Geschäftsführer Sebastian Lange über Vidovic. „Er ist flexibel einsetzbar, technisch top, hat seine Stärken auch im Dribbling und im Torabschluss. In den vergangenen Jahren hat er zudem Erfahrungen auf internationalem Niveau gesammelt und wird unsere Offensive bereichern.“
Vidovic ist in Deutschland bereits aus seiner Zeit beim FC Bayern München bekannt. Das Münchner Eigengewächs war 2022 im Alter von 18 Jahren nach einer bärenstarken Saison bei den Bayern-Amateuren, in der er in der Regionalliga Bayern auf 31 Scorerpunkte (21 Tore, zehn Vorlagen) kam, von Julian Nagelsmann mit seinen ersten drei Bundesliga-Einsätzen belohnt worden.
Der Durchbruch blieb dem Offensiv-Juwel an der Säbener Straße jedoch verwehrt, weshalb der begnadete Rechtsfuß in den folgenden Jahren mehrere Leihstationen durchlief. Zunächst zog es ihn in die Eredivisie zu Vitesse Arnheim (25 Spiele, vier Tore), ehe es ihn im Jahr darauf erstmals nach Zagreb verschlug. Dort hinterließ er in 40 Pflichtspieleinsätzen (neun Tore, drei Vorlagen) bereits einen bleibenden Eindruck.
Bevor Vidovic im Sommer 2025 schließlich für 1,2 Millionen Euro fest von München nach Zagreb wechselte, probierte er in der Saison 2024/25 noch einmal sein Glück in der Bundesliga. Für den FC Bayern kam er auf vier Einsätze, für seinen dritten Leihklub, den 1. FSV Mainz 05, lediglich auf einen.
Kroatischer Meister mit Zagreb
Als frischgebackener kroatischer Meister will Vidovic nun endlich auch in der Bundesliga durchstarten. Dem finanziellen Vertrauensvorschuss des SC Paderborn gilt es für den neuen Offensivkünstler nun allerdings erst einmal gerecht zu werden.
