Füllkrug: „Ich wusste vorher, dass ich treffe“

Werder Bremen hat mit dem 3:1 in Leipzig den ersten Saisonsieg gefeiert. Entscheidend beteiligt waren zwei Rückkehrer, von denen einer von seinem Treffer nicht gerade überrascht war.

Erster Saisonsieg für Werder

In den vergangenen Tagen prasselte viel auf Werder Bremen ein. Erst die schwere Verletzung von Jens Stage, der das komplette Jahr 2026 fehlen wird. Dann die klare 1:4-Schlappe in Freiburg. Am Deadline Day auch noch der längere Ausfall von Justin Njinmah sowie der Abgang von Zehn-Millionen-Mann Samuel Mbangula nach Bologna, in den vor einem Jahr viel Hoffnung gesteckt wurde. In der öffentlichen Wahrnehmung wurde aus den Norddeutschen somit ein klarer Abstiegskandidat gemacht.

„Man hat so seine Probleme“, sagte auch Niclas Füllkrug nach dem 3:1 gegen Leipzig am Samstag bei DAZN. „Dann wechseln in der letzten Transferwoche zwei, drei wichtige Spieler, die du brauchst, weil du Verletzungen hast. Dann müssen neue Spieler, die vielleicht hier und da noch Problemchen haben, gleich 90 Minuten spielen. Das hat man in Freiburg gesehen, dass die Intensität noch nicht so da war. Aber wir haben sehr gut reagiert.“

Die Partie am Samstag startete perfekt für Werder, nach vier Minuten traf Eren Dinkci bei seiner Rückkehr ins Weserstadion im Werder-Dress direkt. „Man hat von der ersten Sekunde an gesehen, wer es mehr will“, fand Füllkrug. „Das hast du in jedem Zweikampf auf jeder Position gesehen. Heute gibt es bei uns keinen Spieler, der kein gutes Spiel gemacht hat.“

Die Bremer warfen sich in jeden Zweikampf, waren füreinander da und traten in dieser frisch zusammengewürfelten Konstellation als Team auf. Der SVW ließ gegen Leipzig nicht viel zu und sorgte dann durch Füllkrug nach einer Ecke für das wichtige 2:0.

„Weiß nicht, ob den jeder Spieler macht von da“

Der nächste Rückkehrer traf – und der hatte nach einem Standard aus etwa zwölf Metern schon sehr viel Platz. Der ehemalige deutsche Nationalstürmer nickte dann auch mustergültig ein und stellte einmal mehr seine Kopfballstärke unter Beweis. „Schwer für Leipzig, mich da komplett in Manndeckung zu nehmen. Ich weiß nicht, ob den jeder Spieler macht von da“, sagte Füllkrug selbstbewusst und zeigte sich von seinem Treffer am Samstag nicht gerade überrascht: „Ich wusste vorher, dass ich treffe.“

Überbewerten wollten die Bremer diesen Sieg gegen ein absolutes Top-Team der Liga aber nicht. „Ich würde das Ergebnis nicht zu hoch hängen, wir haben auch das gegen Freiburg nicht zu hoch gehängt“, bremst Füllkrug, der mit seinem Team am nächsten Samstag (18.30 Uhr) im Abendspiel in Köln gefordert ist.

 

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