Eintracht Frankfurt ist auf der Suche nach einem erfahrenen Sechser. Dabei ist auch Leverkusens Robert Andrich in den Fokus der Hessen gerückt, an dem aber auch weitere Bundesligisten Interesse zeigen sollen.
Zukunft des Routiniers in Leverkusen ungewiss
Leverkusens Robert Andrich gehört zum Kandidatenkreis bei der Frankfurter Suche nach einem erfahrenen Sechser. Nach kicker-Informationen hat die Eintracht ihr grundsätzliches Interesse an dem 31-jährigen defensiven Mittelfeldspieler bekundet. Die Zukunft des früheren Nationalspielers in Leverkusen, wo dieser noch bis 2028 beim Werksklub unter Vertrag steht, gilt als offen.
Der Frankfurter Bedarf im defensiven Mittelfeld ist offensichtlich. Mahmoud Dahoud ist weg, Ellyes Skhiri soll gehen und auch Hugo Larsson liebäugelt mit einem Wechsel und wird von seiner Agentur in England angeboten. Ein physisch starker, resoluter defensiver Mittelfeldspieler fehlte in den vergangenen Jahren.
Deshalb beschäftigt sich die Eintracht auch mit Raphael Onyedika von Club Brügge. Der 25-Jährige war schon in den vergangenen beiden Transferperioden im Gespräch und ist nach kicker-Informationen aktuell ein ernsthaftes Thema. Heißgelaufen sind die Verhandlungen bislang aber noch nicht. Auch bei Andrich ist die Eintracht noch nicht konkret geworden. Der Ausgang ist aktuell also noch völlig offen.
Warum Andrich zur Eintracht passen würde
Ein wehrhafter Typ wie Andrich, der keinen Zweikampf scheut, stünde der Mannschaft in jedem Fall gut zu Gesicht. Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche hatte nach dem Saisonende betont: „Es war entscheidend, dass wir es nicht geschafft haben, Intensität auf den Platz zu bekommen. Wir müssen als Team die Energie erzeugen, um das Stadion mitzunehmen.“ So gesehen überrascht das Interesse an Kämpfernatur Andrich nicht.
Ob Andrich für den Fall, dass sich die Eintracht auf ihn als Kandidat Nummer 1 festlegen würde, Leverkusen auch verlassen wird, bleibt abzuwarten. Schließlich betonte der Routinier, der während der WM als Experte bei Magenta TV medial in Erscheinung trat, immer wieder seine Verbindung zu Bayer 04. Zudem fühlt sich der frühere Nationalspieler als Kapitän verantwortlich und in Leverkusen grundsätzlich sehr wohl.
Und selbst als nach der Verpflichtung des neuen Bayer-04-Trainers Carles Martinez klar wurde, dass dieser vorwiegend auf eine Viererabwehrkette setzen würde, wodurch der „Libero“ Andrich seine Rolle als Abwehrchef einer Dreierkette verlieren wird, löste dies beim meinungsstarken Profi keine Fluchtgedanken aus.
Möglich, dass Andrich erst mal bei Bayer seine Perspektive auslotet
So ist es durchaus vorstellbar, dass der gelernte Mittelfeldspieler erst einmal in Leverkusen seine Perspektive unter dem neuen Trainer ausloten wird. Die Aussicht auf eine tragende Rolle, egal ob in Frankfurt oder anderswo, könnte für Andrich, an dem weitere Bundesligisten Interesse zeigen sollen, aber früher oder später durchaus zu einem guten Argument werden.
