Erstmals drei Bundesliga-Hinspielsiege in Europapokal-Viertelfinals

Der FC Bayern, Mainz 05 und der SC Freiburg gehen im Europapokal allesamt mit einem Vorsprung in ihre Viertelfinal-Rückspiele. So erfreulich das aus Bundesliga-Sicht ist, gab es eine solche Konstellation auch noch nie.

Deutsche Klubs blühen auf

Man muss ja nur ein Jahr zurückgehen, oder zwei, um zu sehen: Dieses Abschneiden ist wahrlich nicht die Regel. 2024/25 hatten der FC Bayern (1:2 gegen Inter Mailand) und Borussia Dortmund (0:4 beim FC Barcelona) ihre Viertelfinal-Hinspiele in der Champions League jeweils verloren, eine Woche später schieden beide Mannschaften aus.

Viel besser ging es Eintracht Frankfurt (1:1 gegen Tottenham Hotspur) in der Europa League nicht, sodass die Halbfinals in allen drei europäischen Wettbewerben schließlich ohne deutsche Beteiligung stattfanden.

Und im Jahr davor? Da hatte der BVB zwar seinen Lauf bis ins Finale, doch das Hinspiel in der Runde der letzten acht endete zunächst 1:2 bei Atletico, während Bayern 2:2 beim FC Arsenal spielte. Immerhin Bayer 04 Leverkusen legte mit einem 2:0 gegen West Ham United in der Europa League vor und erreichte später das Endspiel, das in Dublin gegen Atalanta Bergamo verloren ging.

1987 gewann ein deutsches Trio die Hinspiele zu null

Dass mindestens drei deutsche Vereine in den Europapokal-Viertelfinals erfolgreich vorlegen, gab es seit der Wiedervereinigung noch nie. Und in der gesamtdeutschen Geschichte überhaupt erst zweimal: 1969/70 und 1986/87. Im Frühjahr 1970 waren es sogar vier: Da schlug im Messepokal Carl Zeiss Jena Ajax Amsterdam 3:1 und Hertha BSC Inter Mailand 1:0, ehe ein 1:5 beziehungsweise 0:2 im Rückspiel für beide das Aus brachte.

DDR-Klub Vorwärts Berlin reichte sein 1:0 gegen Feyenoord im Europapokal der Landesmeister ebenfalls nicht, weil die Rotterdamer zwei Wochen später 2:0 siegten. Nur der FC Schalke 04 nutzte sein 3:1 im Hinspiel bei Dinamo Zagreb auch zum Weiterkommen im Europapokal der Pokalsieger (1:0 im Rückspiel).

17 Jahre später gestalteten sowohl der FC Bayern (5:0 gegen RSC Anderlecht im Europapokal der Landesmeister) als auch Borussia Mönchengladbach (3:0 gegen Vitoria Guimaraes im UEFA-Pokal) und der DDR-Vertreter 1. FC Lok Leipzig (2:0 gegen den FC Sion im Europapokal der Pokalsieger) ihre Hinspiele mit einem Sieg und zu null. Das Trio kam geschlossen weiter – zu einer Trophäe in Händen eines deutschen Vereins kam es aber wie 1970 auch 1987 letztlich nicht.

Ist 2026 mal wieder ein Europapokal-Titel fällig? Die Aussichten wurden in dieser Woche jedenfalls deutlich besser. Und auch der Blick der Bundesliga auf das UEFA-Koeffizienten-Ranking wurde nebenbei positiver, winkt nun doch sogar womöglich ein fünfter Champions-League-Startplatz.

 

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