Neben den sportlichen Erfolgen mit dem FC Bayern imponiert Vincent Kompany auch abseits des Fußballplatzes durch seinen Einsatz gegen Rassismus. Dafür wird der Trainer nun vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder mit einem Sonderpreis geehrt.
Rede gegen Rassismus
Vincent Kompany wird im Rahmen des Bayerischen Sportpreises am Samstagabend in München, nach der Reise mit seiner Mannschaft zum FC Augsburg (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker), mit dem persönlichen Preis des Ministerpräsidenten Markus Söder ausgezeichnet, wie die Bayerische Staatskanzlei mitteilte.
Der 40-Jährige, seit Sommer 2024 beim Rekordmeister an der Seitenlinie, sei „ein absoluter Ausnahme-Trainer mit einer klaren Spielphilosophie, Führungsstärke sowie Charisma auf und neben dem Platz“, wird Söder in einer Mitteilung zitiert. Der Ministerpräsident Bayerns würdigte den Belgier als einen „großen Trainer für einen großen Verein“ sowie einen „engagierten Anwalt für Menschlichkeit“.
In seinem Statement hebt der CSU-Politiker Kompanys „klare Haltung“ bei den Themen Rassismus und Ausgrenzung hervor. „Er hat stets deutlich gemacht, dass Rassismus niemals Platz im Sport oder in unserer Gesellschaft haben darf. Sein klares Plädoyer für Menschenwürde hat viele Menschen weit über die gesamte Sportwelt hinaus beeindruckt. Damit ist Vincent Kompany nicht nur eine große Persönlichkeit des Sports, sondern auch ein Vorbild, das Verantwortung für unsere Gesellschaft übernimmt.“
Im Februar dieses Jahres hatte Kompany mit einer fast zwölf Minuten langen Stellungnahme gegen Rassismus für Beachtung gesorgt, nachdem er auf einer Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Duell mit Eintracht Frankfurt auf die rassistischen Beleidigungen gegen Real Madrids Stürmer Vinicius Junior und die fragwürdige Reaktion von José Mourinho, damals noch Trainer bei Reals Gegner Benfica Lissabon, angesprochen wurde.
Vom „FC Hollywood“ zum „FC Feelgood“
Darüber hinaus beeindrucke Kompany auch beim Umgang mit seinen Spielern. „Mit Vertrauen und klarer Haltung formt er jede Saison aufs Neue aus exzellenten Einzelkönnern eine sympathische Mannschaft, die begeistert“, so Söder. „Aus dem früheren „FC Hollywood“ ist heute ein erfolgreicher „FC Feelgood“ geworden.“
Mit dem Bayerischen Sportpreis werden seit 2002 Athleten und Initiativen ausgezeichnet, die den Sport bereichern und seine positive Wirkung in der Gesellschaft verankern. Der Preis wird in verschiedenen Kategorien vergeben, so wird in diesem Jahr etwa auch Kompanys Schützling Nathaniel Brown als „Herausragender Nachwuchsspieler“ geehrt. Im vergangenen Jahr hatte Karl-Heinz Rummenigge den Sonderpreis des Ministerpräsidenten erhalten.
