Die Hängepartie um Moussa Diabys Rückkehr nach Leverkusen ist so gut wie beendet. Bayer 04 und der Franzose haben mit dessen Klub Al-Ittihad FC den Durchbruch in Sachen Ablöse und Abfindung für den Spieler erzielt.
Hängepartie so gut wie beendet
Seit vier Wochen arbeiten die Verantwortlichen von Bayer 04 an der Rückholaktion von Moussa Diaby. Und jetzt steht der Transfer des französischen Nationalspielers, der bereits von 2019 bis 2023 für die Werkself stürmte, unmittelbar bevor. Haben doch Bayer 04, der Spieler sowie Diabys Klub Al-Ittihad FC nach kicker-Informationen in allen Bereichen zueinander gefunden.
Diabys Abfindung stellte lange das größte Problem dar
So haben sich nicht nur die Leverkusener mit den Arabern auf eine Ablöse für den 27-jährigen Rechtsaußen verständigt, die knapp unter 30 Millionen Euro liegt, sondern es wurde auch das Thema der Abfindung für Diaby, der noch bis 2028 bei Al-Ittihad unter Vertrag steht und dort zehn Millionen Euro netto im Jahr verdient, ein Durchbruch erzielt.
Diese Ausgleichszahlung stellte lange Zeit die größte Hürde für Diabys Rückkehr dar. Wobei Ablöse und Abfindung natürlich zwei aneinander gekoppelte Komponenten bei den Verhandlungen darstellten. Je mehr Ablöse Bayer den Arabern bot, desto mehr Abfindung waren diese gewillt an den Franzosen zu zahlen.
Durchbruch am Mittwochvormittag
Am Mittwochvormittag gelang den beteiligten Parteien nach zähem Ringen der Durchbruch, nachdem der Deal zwischenzeitlich zu platzen drohte. Deshalb hatte sich Diaby zuletzt als mental nicht einsatzfähig erklärt, woraufhin er bei den jüngsten drei Partien von Al-Ittihad nicht mehr für das Spieltagsaufgebot des Klubs aus Saudi-Arabien berücksichtigt worden war. Zudem hatte Diabys Berater mit öffentlichen Aussagen massiv Druck aufgebaut, um den Transfer zu erzwingen. Ein Umstand, der weiteres Verhandlungsgeschick von Leverkusener Seite erforderte.
Mit Diaby wird Bayer eine seiner größten Schwachstellen aus der Vorsaison ausmerzen, in der auf dem rechten Flügel nach dem Verkauf von Jeremie Frimpong an den FC Liverpool kein Akteur mehr – schon gar nicht konstant – als Leistungsträger fungierte. Mit Diaby, der in seinen vier Jahren in Leverkusen in 171 Pflichtspieleinsätzen insgesamt 49 Treffer erzielte, erhält die Leverkusener Offensive neben Torjäger Patrik Schick einen zweiten Akteur, der auf Top-Niveau seine Torgefährlichkeit bereits unter Beweis gestellt hat.
Bayer zahlt nur etwa die Hälfte von Diabys Verkaufspreis
Auch wirtschaftlich liest sich der Deal für Bayer 04 gut: Hatte man doch 2023 bei Diabys Wechsel zu Aston Villa noch 55 Millionen Euro Ablöse für den Angreifer erzielt, der ein Jahr später für 60 Millionen Euro nach Al-Ittihad wechselte. Diaby wird also für etwa die Hälfte seines Verkaufspreise von 2023 nach Leverkusen zurückkehren.
