Nach der beendeten Leihe von Luka Vuskovic hat der Hamburger SV einen neuen Abwehrchef gefunden. Für Sebastiaan Bornauw, der einen Leihvertrag bis 2027 unterschreibt, ist es bereits die dritte Station in der Bundesliga.
Mit Kaufoption
Auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger ist der Hamburger SV fündig geworden und hat sich die Dienste von Sebastiaan Bornauw gesichert. Der 27-jährige Belgier, der zuletzt für Leeds United auflief, unterschrieb beim HSV einen Leihvertrag bis 2027 – mit Kaufoption. Am Sonntag landete Bornauw in Hamburg und absolvierte anschließend erfolgreich seinen Medizincheck. Am Mittwochmittag machten die Hamburger den Wechsel offiziell.
Bereits vor zwei Wochen hatte der kicker von ersten Gerüchten rund um eine Verpflichtung des 1,91 Meter großen Innenverteidigers berichtet.
Costa rühmt Bornauws „reife und konsequente Spielweise“
„Sebastiaan kennt die Bundesliga bereits von seinen vorherigen Stationen und bringt eine besondere Arbeitsmentalität mit“, sagt Vorständin Sport Kathleen Krüger. Bornauw lebe „Disziplin und Professionalität tagtäglich vor“ und stehe für „Teamgeist, Charakterstärke und Kommunikation. Mit seiner Persönlichkeit ist er für jede Kabine ein großer Gewinn und passt somit hervorragend in unser Mannschaftsgefüge.“ Der Neue solle direkt eine führende Rolle einnehmen.
Sportdirektor Claus Costa verwies auf Bornauws körperliche Präsenz, die Zweikampfstärke und die Qualitäten im Kopfballspiel: „Darüber hinaus zeichnet ihn eine reife und konsequente Spielweise aus. Sebastiaan ist ein führungsstarker Spieler, der auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt und eine Abwehr organisieren kann.“
Der HSV ist für den viermaligen Nationalspieler die bereits dritte Station in der Bundesliga: 2019 wechselte er vom RSC Anderlecht zum 1. FC Köln, wo er vor allem in seiner ersten Spielzeit als torgefährlicher Verteidiger (erzielte sechs Treffer) überzeugte. Nach zwei Jahren in der Domstadt zog es den Belgier für knapp 15 Millionen Euro weiter in die Autostadt zum VfL Wolfsburg, wo er vier Jahre spielte. In seinen sechs Jahren in Deutschland kam Bornauw auf 140 Bundesligaspiele.
Anschließend lotste Daniel Farke den Blondschopf im Sommer vergangenen Jahres auf die Insel zu Leeds United. Dort musste er aber häufig auf der Bank Platz nehmen, lief in der Premier League nur zwölfmal auf.
„Ich war bei den Gesprächen mit dem HSV vom ersten Moment an überzeugt, weil ich von den Verantwortlichen das Vertrauen gespürt habe“, ließ sich Bornauw zitieren. „Ich mag diese Emotionen, die einen Traditionsverein wie den HSV umgeben. Mir gibt das als Spieler viel Energie.“
Leeds wird wohl Elvedi als Ersatz holen
Leeds steht indes kurz vor einem Transfer von Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach, dafür durfte Bornauw den Verein verlassen. „Ich habe vor dem Anstoß die Information bekommen, dass bei Sebastiaan etwas passieren könnte“, hatte Coach Farke nach dem 4:0-Testspielsieg über den FC Augsburg am Samstag bereits angekündigt.
Beim HSV soll der Belgier die große Lücke in der Innenverteidigung füllen, die durch den Abgang von Luka Vuskovic (war von Tottenham ausgeliehen, jetzt Brighton) aufgeklafft war.
