Drei weitere Bestmarken in Mainz: Diese Rekorde kann der FC Bayern noch knacken

Die Deutsche Meisterschaft ist zwar bereits eingetütet, die Jagd des FC Bayern München nach Bundesliga-Rekorden geht aber weiter. Am Samstag in Mainz fielen drei Bestmarken, einige weitere könnten noch folgen.

Teenager, Tore, Top-5-Vergleich

Ein Spiel für die Historiker war dieses furiose 4:3 des FC Bayern in Mainz schon in der ersten Hälfte: Erstmals überhaupt in dieser Bundesliga-Saison kassierte der seit vergangener Woche 35-malige Deutsche Meister drei Gegentore – und das auch noch innerhalb von 45 Minuten. Damit avancierte der FSV zum erst vierten Team in diesem Jahrtausend, das in einer Bundesliga-Partie mit drei Toren zur Pause gegen den FC Bayern führte.

Am Ende war der 0:3-Pausenstand aus Sicht der Gäste aber nicht viel mehr als die Grundlage für einen weiteren Bundesliga-Rekord, den die Münchner 45 Minuten später eingestellt hatten. Denn: Zum bereits achten Mal in der laufenden Spielzeit hat der FC Bayern einen Rückstand in einen Sieg umgebogen. Das gelang in der Historie des deutschen Oberhauses sonst nur Bayer 04 Leverkusen in der Saison 1999/2000. Auch in der Vorwoche, als die Bayern gegen Stuttgart den Meistertitel eintüteten, bewies der Rekordmeister seine Comeback-Qualitäten. Der Vereinsrekord lag zuvor bei sechs Siegen nach Rückstand (2020/21).

Schon eine Woche vor dem Stuttgart-Spiel stellte der FC Bayern einen neuen Torrekord in der Bundesliga auf. Seit Samstagabend gehört dem FC Bayern ein weiterer. Durch die vier Treffer in Mainz – dank Nicolas Jackson sowie den drei Jokern Harry Kane, Michael Olise und Jamal Musiala – haben die Münchner ihre Ausbeute in fremden Stadien in 2025/26 auf 53 Tore ausgebaut. Damit hat der Klub seine eigene Bundesliga-Bestmarke aus der Saison 2021/22 übertroffen, damals erzielten die Bayern 49 Auswärtstore. Es bleibt noch das Spiel in Wolfsburg am 33. Spieltag, um den Rekord auszubauen.

Und: Das Joker-Trio Kane, Olise und Musiala bescherte den Bayern am Samstag einen dritten Rekord, wenn auch erst mal nur die Einstellung eines solchen. Mit nun 18 Treffern von Einwechselspielern liegt der FCB nun auf dem geteilten ersten Platz in diesem Ranking. In den verbleibenden drei Partien winkt nun der alleinige Rekord – und noch einige weitere Bestmarken. Ein Überblick.

Kommt noch der elfte Teenager zu seinem Debüt?

In Mainz saßen in Person von Raphael Pavlic (18) und Bastian Assomo (16) zwei Teenager auf der Bank, die noch auf ihr Bundesliga-Debüt warten. Aufgrund des Rückstands brachte Cheftrainer Vincent Kompany in Durchgang zwei lieber die gestandenen Größen wie eben Kane, Olise und Musiala statt seine Youngster. Sollte im Saisonendspurt einer der Bayern-Teenager jedoch sein spätes (Saison-)Debüt feiern, würde der Rekordmeister eine Bundesliga-Bestmarke aufstellen.

Mit der Einwechslung von Deniz Ofli gegen Stuttgart hat Bayern den Teenager-Rekord von Schalke aus der Saison 1980/81 eingestellt. Beim FCB kamen bislang wie damals bei Schalke zehn Spieler unter 20 Jahren in einer Spielzeit zum Einsatz. Ofli war zugleich der 32. Spieler, den Bayern in dieser Saison einsetzte. Nie zuvor kamen in einer Spielzeit der Bayern so viele unterschiedliche Akteure zum Zug. Auch in dieser Saison ist das Höchstwert. Dahinter folgen Gegner Mainz sowie Wolfsburg und Heidenheim mit je 30 eingesetzten Spielern.

Noch elf Tore in Bayern-Spielen – am besten zugunsten des FCB

Hierzulande stellten die Bayern jüngst nicht nur den Torrekord ein, sondern sorgten auch für die torreichsten Partien der Bundesliga-Geschichte, zählt man die Gegentore mit in die Rechnung. Nach 30 absolvierten Spielen musste sich der FCB diesen Rekord mit der Eintracht aus Frankfurt noch teilen, in deren ersten 30 Begegnungen der Saison 1981/82 fielen 138 Tore. Durch das fulminante 4:3 in Mainz stehen nun insgesamt 145 Treffer bei Spielen mit Bayern-Beteiligung. Die Hessen halten auch den Saisonrekord mit 155 Gesamt-Toren, in den restlichen drei Spielen der Bayern müssen für ein Alleinstellungsmerkmal somit elf Treffer fallen.

Wobei den Münchnern sicher einiges daran liegen wird, dass der Großteil dieser Tore auf der „richtigen Seite“ fallen. Auch, um die Tordifferenz weiter aufzubessern. Die liegt aktuell bei +81 Toren. Die bisherige Bestmarke in der Bundesliga-Geschichte gehört auch dem Rekordmeister: In der Saison 2012/13 standen am Saisonende 98:18 Tore zu Buche (+80).

Im Vergleich der europäischen Top-5-Ligen haben sich die Bayern in Sachen erzielter Tore bereits in der Vorwoche am französischen Rekordmeister Paris St. Germain vorbeigeschoben, der 2017/18 108 Tore in der Ligue 1 erzielt hatte. Der FCB steht nun bei 113 Treffern. Die Bestmarke im Fünfer-Vergleich liegt bei 128 Treffern, aufgestellt von Aston Villa vor fast 100 Jahren in der Saison 1930/31, wobei die Villans in England auch 42 Spiele absolvierten.

Die Münchner haben bekanntermaßen nur 34 Spieltage auf dem Programm. Sollte in einem der drei restlichen Spiele ein Tor nach Ecke gelingen, wäre ein weiterer Rekord eingetütet. Mit bislang 13 Toren nach Ecke liegen die Bayern gleichauf mit der aktuellen Dortmunder Mannschaft, den Bestwert im Oberhaus hält hingegen Borussia Mönchengladbach. Den Fohlen waren in der Saison 2023/24 14 Ecken-Tore gelungen, mehr gab es seit Erfassung der Standardsituationen zur Saison 2004/05 noch nie.

 

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