Mehr Drama geht nicht: Der 1. FC Heidenheim ist dank einer starken Aufholjagd im Abstiegskampf mit St. Pauli und dem VfL Wolfsburg gleichgezogen. Somit steuert der Kellerkrimi auf sein furioses Finale zu.
Wolfsburg hat die besten Karten
Die Bundesliga steht vor ihrem großen Finale. An diesem Samstag sind alle 18 Klubs gleichzeitig um 15.30 Uhr im Einsatz. Während der FC Bayern München schon seit dem 30. Spieltag als Titelträger feststeht, verspricht der Abstiegskampf die größte Spannung. Drei Teams, zwei Spiele, ein gemeinsames Ziel: die Relegation.
Aus dem Zweikampf zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg wird am Samstag ein Dreikampf. Denn der 1. FC Heidenheim ist plötzlich wieder mittendrin. Noch vor sieben Spielen hatte der kleine Klub von der Ostalb zehn Punkte Rückstand auf den Relegationsrang, legte im Endspurt aber eine furiose Aufholjagd hin und erkämpfte sich mit dem 3:1 beim 1. FC Köln am vorletzten Spieltag einen Showdown um die Relegation.
- Tabellenrechner
Einen historischen sogar: Zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte gehen die letzten drei Teams der Tabelle punktgleich in den letzten Spieltag. Wolfsburg (26 Punkte, -26 Tordifferenz) führt das Trio als Tabellen-16. an. Heidenheim und St. Pauli (beide 26 Punkte, -29 Tordifferenz) sind gleichauf, wobei der FCH mehr Treffer erzielt hat und deshalb in der Tabelle vor den Kiezkickern steht. Die Hamburger gehen nach neun Spielen ohne Sieg mit der Roten Laterne in den alles entscheidenden 34. Spieltag.
An diesem empfängt Heidenheim den 1. FSV Mainz 05, während in Hamburg das große Endspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg stattfindet. Der Verlierer dieses Duells steigt definitiv ab. Doch selbst den Sieger könnte es erwischen, wenn Heidenheim dazwischenfunkt: Holt das Team von Trainer Frank Schmidt gegen Mainz drei Zähler, würde im Vergleich mit dem Gewinner des Nord-Duells die bessere Tordifferenz über den Gang in die Zweitklassigkeit entscheiden.
Drei Tore mehr sprechen für Wolfsburg
Die beste Ausgangsposition hat Wolfsburg, das seit 1997 ununterbrochen im Oberhaus spielt. Gewinnt das Team von Dieter Hecking am Millerntor, benötigt Heidenheim schon einen hohen Sieg, um die Tordifferenz noch umzubiegen. Ein Unentschieden reicht Wolfsburg, um auch nach dem letzten Spieltag vor St. Pauli zu stehen. Allerdings würden die Niedersachsen in diesem Fall trotzdem absteigen, wenn Heidenheim gleichzeitig gegen Mainz gewinnt.
Ein Remis zwischen St. Pauli und Wolfsburg würde bei einem Heidenheimer Erfolg sogar den Absturz beider Rivalen bedeuten. Gewinnt der FCH nicht, wäre in diesem Fall Wolfsburg in der Relegation gegen den Dritten der 2. Bundesliga gefordert. Mehr Spannung im Abstiegskampf geht nicht.
