Alexis Claude-Maurice bleibt der Unterschiedsspieler beim FC Augsburg. Nur: Wie lange noch?
Spielmacher könnte Millionen in die FCA-Kasse spülen
Für einen neuen Negativrekord ist die Stimmung beim FC Augsburg auffällig entspannt, verständlich allerdings, bei acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Fünf Spiele in Folge ohne Sieg sind trotzdem der bislang schwächste Wert der Saison, und nach dem 2:2 gegen Hoffenheim überwog wie schon nach dem Remis in Hamburg zuvor der Ärger über zwei verlorene Punkte.
Alexis Claude-Maurice hatte kurz vor Schluss vom Elfmeterpunkt die große Chance auf den Sieg, schoss jedoch übers Tor und verpasste seinen sechsten Saisontreffer – und die Chance auf den Doppelpack, nachdem er den FCA zuvor noch mit einem feinen Distanzschuss in Führung gebracht hatte.
Insgesamt zeigt die Leistungskurve des Franzosen seit der Winterpause deutlich nach oben. Jeden seiner neun Scorerpunkte sammelte er in diesem Jahr, kommt inzwischen auf fünf Tore und vier Vorlagen und ist damit erneut erfolgreichster Augsburger. Und womöglich nicht mehr lange Augsburger.
2025 hatte der VfB 22 Millionen Euro für Claude-Maurice geboten
Im Sommer, das ist den FCA-Verantwortlichen bewusst, dürfte in die Personalie Claude-Maurice Bewegung kommen, den 27-jährigen Spielmacher zieht es nach dann zwei Jahren in Augsburg eher wieder weg. Schon im vergangenen August hatte der VfB Stuttgart mit einem 22-Millionen-Euro-Angebot angeklopft, damals jedoch sagte der FCA wegen der Kurzfristigkeit ab.
Für die Augsburger um Sportdirektor Benni Weber und Geschäftsführer Michael Ströll wäre ein Abschied von Spielmacher Claude-Maurice nun ein nachvollziehbarer Schritt und wieder mal ein potenzieller Deal, der voll aufginge. 2024 war der einstige U-21-Nationalspieler auf den letzten Drücker ablösefrei von OGC Nizza verpflichtet worden, stach mit neun Toren in seiner Debütsaison direkt heraus.
Für den quirligen Dribbelkünstler werden sich Türen öffnen, er befindet sich nach wie vor im besten Fußballeralter. Dem FC Augsburg winkt auf der anderen Seite erneut ein guter Deal. So wie zuletzt bei Arne Engels (Celtic) oder Ermedin Demirovic (Stuttgart), die ihren Marktwert beim FCA vervielfacht haben.
