„Das ist Kindergarten“: Friedl wütet nach Werder-Niederlage

Werders Matchplan bei Hoffenheim war nach wenigen Minuten dahin, weil Yukinari Sugawara Rot sah. Bremen machte es trotzdem gut und hätte sich auch belohnen können. Das am Ende entscheidende Gegentor ärgerte Kapitän Marco Friedl maßlos.

Lange Unterzahl für Bremen

„Wir hatten eine ganze, lange Woche, in der wir uns auf den Gegner vorbereiten, nach zwei Minuten sieht alles anders aus“, sagte Mittelfeldmann Senne Lynen nach dem 0:1 in Sinsheim bei Sky. In der zweiten Minute trat Sugawara seinem Gegenspieler Bazoumana Touré fies und vollkommen unnötig auf die Wade. Es gab zunächst nicht einmal Gelb, nach Ansicht der Videobilder zeigte Schiedsrichter Sören Storks aber zu Recht Rot – der früheste Platzverweis der Bremer Vereinsgeschichte.

Mit einem Mann weniger machte Bremen ein gutes Auswärtsspiel, stand kompakt und ließ gegen den Champions-League-Anwärter aus dem Kraichgau kaum etwas zu. Allerdings leisteten sich die Norddeutschen in diesem Spiel noch einen entscheidenden Aussetzer: Jens Stage spielte einen unsauberen Rückpass, nach dem es eine Ecke gab. Anschließend schlief Bremen im Kollektiv und Touré erzielte letztendlich das Tor des Tages.

„Wir haben als Mannschaft eine gute Leistung gezeigt, haben gekämpft und hatten Chancen. Aber wie wir das Tor bekommen, da ist komplett das Licht aus bei ein paar Leuten, das darf nicht passieren, das ist zu billig“, schimpfte Lynen. „Es fängt schon an, wie wir das ausspielen, das ist nicht sauber. Dann entsteht ein Eckball, sie spielen schnell aus und wir sind alle komplett aus der Position.“

Friedl wütet nach dem Gegentreffer

Noch deutlicher als Lynen wurde Marco Friedl. „Was mich unfassbar wütend macht, ist die Art und Weise, wie wir das Gegentor kassieren. Das ist Kindergarten. Das ist unfassbar, dass du in so einer Situation nicht auf der Höhe bist, dass wir schlafen, dass wir, ich weiß nicht, Flieger anschauen“, wütete der Kapitän. „Du darfst nie und nimmer, egal in welcher Situation du bist, wegen so einer Scheiße ein Tor kassieren. Vor allem nicht in der Situation, in der wir uns befinden.“

„Das ist unfassbar, dass du in so einer Situation nicht auf der Höhe bist, dass wir schlafen, dass wir, ich weiß nicht, Flieger anschauen.“ (Marco Friedl)

Das sorgte am Ende dafür, dass die Bremer trotz ordentlicher Leistung mit leeren Händen dastanden. „Wie wir nach der Roten Karte das Spiel bestritten haben bei einer absoluten Top-Mannschaft, davor muss ich den Hut ziehen, weil wir sehr gut verteidigt haben“, lobte Friedl. „Ich war überrascht, dass wir so viele wirklich gute Konteraktionen hatten, dass die Hoffenheimer so offen standen. Das habe ich selten so erlebt, dass wir in Unterzahl so oft eine Chance haben.“

„Es darf sich keiner beschweren, wenn wir ein oder zwei Tore machen“

Ein Punkt wäre aus Sicht des Österreichers dann nicht unverdient gewesen. „Wir haben es über die 90 Minuten unglaublich gut verteidigt. Teilweise waren wir in der zweiten Halbzeit die gefährlichere Mannschaft. Die Hoffenheimer hatten viel Ballbesitz und waren unter dem Strich natürlich die bessere Mannschaft, weil sie mehr vom Spiel hatten. Trotzdem kann sich keiner beschweren, wenn wir hier ein oder zwei Tore schießen“, sagte Friedl.

Somit schaffte es Bremen erneut nicht, den Klassenerhalt aus eigener Kraft klarzumachen. Da aber St. Pauli in Leipzig mit 1:2 verlor, halten die Werderaner auch die Liga, wenn Wolfsburg nicht gegen Bayern gewinnt. Friedl hofft auf Schützenhilfe des alten Arbeitgebers. „Ich hoffe, dass wir einen Haken hinter die lange und zähe Saison machen können, wenn wir später aus dem Flieger aussteigen“, so der von dieser Spielzeit sichtlich genervte Kapitän des SVW.

 

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