Bestes Erkenntnis: „Wir waren zu gierig“

Fußball ist bekanntlich ein Fehlerspiel – und zwei Fehler kamen den SC Freiburg in Leverkusen teuer zu stehen. Der Ärger war nach Abpfiff entsprechend groß.

Freiburgs Trainer Schuster ärgert sich

„Ein Punkt hier mitzunehmen, wäre allemal in Ordnung gewesen. Wir hätten das Spiel nicht verlieren müssen. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung gezeigt und auch nach der Halbzeit viel Kontrolle gehabt. Der letzte Ball hat zwar gefehlt, aber es war schon toll, wie die Mannschaft hier aufgetreten ist“, sagte Freiburgs Trainer Julian Schuster bei DAZN nach dem 1:2 in Leverkusen und meinte, dass nur „Kleinigkeiten“ nicht gepasst hätten und es nicht viel gebe, was er seinem Team vorwerfen könne.

Wären da nicht diese zwei Gegentore gewesen. „Wie die Tore fallen, ist ärgerlich – und das müssen wir uns vorwerfen“, gab Schuster dann auch zu. In der Tat sahen die Breisgauer bei beiden Leverkusener Treffern nicht gut aus. Dem 1:1 durch Ibrahim Maza ging zu wenig Aktivität in der Defensive bei einem langen Ball und letztlich ein Missverständnis von Matthias Ginter und Jordy Makengo voraus, was Schuster fuchste.

„Der eine verlässt sich auf den anderen – das ist ärgerlich“, sagte der 41-Jährige und befand, dass es schon „sehr ärgerlich ist, wenn du so ein Gegentor bekommst.“ Wenn der Gegner es gut mache, dann könne er Gegentore akzeptieren, aber, wenn sie so fallen, falle ihm das schwer.

„Wie wir das Spiel verlieren, dürfen wir es niemals verlieren“

Für Ärger dürfte dann auch das 2:1 von Patrik Schick in der 76. Minute sorgen, vor allem die Entstehung des Treffers. Maza schnappte sich einen von Philipp Lienhart zu kurz zur Seite abgewehrten Ball und narrte dann per Dribbling an der Eckfahne zunächst Niklas Beste und Yannik Engelhardt, dem er die Kugel durch die Beine schob, ehe er in den Strafraum dribbelte und dort auch noch Makengo bei seinem Pass auf Schick tunnelte. Maza selbst gab zu, dass er einfach nur improvisiert habe, während Beste Klartext sprach.

„Wir waren zu gierig, wir spielen Zwei-gegen-eins, einer muss drauf und der andere muss ein bisschen Abstand nehmen“, analysierte er die Szene direkt und betonte: „Wir haben ihn in der Ecke, er kann maximal eine Ecke rausholen, dann dürfen wir einfach nicht so verteidigen. Es schmerzt sehr. Wie wir das Spiel verlieren, dürfen wir es niemals verlieren. Die beiden Gegentore sind viel zu einfach, das wissen wir auch schon so kurz nach dem Spiel. Das zweite Tor darf gar nicht passieren.“

 

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