Nach dem kürzlich vollzogenen Miguel-Transfer soll schon bald die nächste Verteidiger-Verpflichtung folgen: Facundo Medina steht laut Medienberichten vor dem Wechsel nach Leverkusen. Für einen Leihrückkehrer sind das keine guten Nachrichten.
WM-Finalist soll aus Marseille kommen
Dass Bayer Facundo Medina auf dem Zettel hat, war schon länger klar. Dass er nach dem vollzogenen Wechsel des Spaniers Miguel (SSC Neapel) nun aber auch noch verpflichtet werden soll, waberte nur als Gerücht umher. Bis jetzt. Jedenfalls machte nun unter anderem ein Bericht der L’Equipe die Runde, wonach sich der Werksklub mit Olympique Marseille auf einen Wechsel in Höhe von 23 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro Bonuszahlungen geeinigt habe.
Die linke Defensivseite wird dementsprechend aller Voraussicht nach komplett umgebaut nach dem Abgang von Alejandro Grimaldo, der zu Atletico Madrid weiterzog. Der im Paket rund 30 Millionen Euro teure Miguel ist ein offensivdenkener Linksverteidiger; Medina, der mit Argentinien in diesem Sommer im WM-Finale stand, verkörpert derweil einen deutlich anderen Typus, ist ein defensivstarker Abwehrmann, der sowohl als Innen- wie linker Außenverteidiger auflaufen kann.
Wegen Miguel und Medina: Schlechte Aussichten für Bayers Belocian
Der 27-Jährige lief – wie Ex-Bayer-Profi Piero Hincapie – einst für CA Talleres in Argentinien auf, wechselte 2020 zu RC Lens in die Lique 1. Und ging 2025 nach Marseille. Für die argentinische Nationalelf kommt er bislang auf 14 Einsätze, fünf davon fanden während der zurückliegenden WM statt. Der 1,84 Meter große Medina gilt als aggressiv und stabil im Zweikampf, verfügt über einen guten linken Fuß – und soll der Bayer-Abwehr noch mehr Qualität und Erfahrung beimischen.
Für Jeanuel Belocian indes sind das keine guten Nachrichten. Er wechselte im Sommer 2024 aus Rennes nach Leverkusen, konnte sich aber auch wegen eines Kreuzbandrisses nicht festspielen. Der 21-Jährige wurde im vergangenen Halbjahr – erfolgreich – zum VfL Wolfsburg verliehen. Nun aber hat er aller Voraussicht nicht nur Miguel, sondern auch Medina vor der Nase. Seine Aussicht auf Spielzeit wird immer geringer. Es würde also nicht verwundern, würde er noch mal verliehen oder sogar verkauft.
