Sportvorstand Max Eberl und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen verlängern ihre Verträge beim FC Bayern. Das machten die Münchner am Dienstagabend offiziell, nachdem die Zukunftsgespräche zuletzt intensiviert wurden. Beide Verträge wären ursprünglich 2027 ausgelaufen.
Neue Verträge bis 2029
Der FC Bayern hat die Verträge mit Max Eberl und Jan-Christian Dreesen wie erwartet verlängert. Das gaben die Münchner am Dienstagabend bekannt. Die neuen Arbeitspapiere laufen bis 30. Juni 2029. Sowohl der Vertrag des Sportvorstandes als auch der des Vorstandschefs wären im kommenden Sommer ausgelaufen, eine Verlängerung ist nach AG-Recht mit Vorständen ohnehin erst ein Jahr vor Vertragsende möglich.
Eberl hatte den Posten bei seinem einstigen Jugendklub im März 2024 angetreten, nachdem er rund ein halbes Jahr vorher bei RB Leipzig aufgrund „fehlenden Commitments“ beurlaubt worden war, da er Fragen um ein mögliches Engagement in München intern wie extern ausweichend begegnet war. Schon während seiner langen Tätigkeit bei Borussia Mönchengladbach hatte Eberl immer als Wunschkandidat von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß gegolten.
„Der FC Bayern ist für mich seit meiner Zeit in der Jugend eine Herzensangelegenheit“, wird Eberl zitiert: „Genauso wie meinen Vorstandskollegen ist es mir daher ein Anliegen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und im Sinne der gesamten FC-Bayern-Familie auch künftig alles für den sportlichen Erfolg einzubringen. Das Vertrauen des Aufsichtsrats ist ein wertvolles Zeichen, über das ich mich sehr freue.“
Keine leichten Anfangsjahre
Seine ersten Jahre als Sportvorstand in der bayerischen Landeshauptstadt verliefen aber nicht immer unkompliziert. So gab Eberl bei der lange erfolglosen Trainersuche im Jahr 2024 kein gutes Bild ab, zudem wurde intern kritisch gesehen, er würde Spielern und Beratern zu viel Geld zugestehen.
Von Ehrenpräsident Hoeneß wurde er im vergangenen Jahr zudem öffentlich als „zu empfindlich“ kritisiert. Im Mai noch hatte Hoeneß rund um das DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart erklärt, dass intern Zweifel an Eberls Zukunft bestünden und dessen Chancen auf eine Vertragsverlängerung „bei 60 zu 40“ stünden. Der Sportvorstand reagierte irritiert.
Zuletzt mehrten sich aber wieder die Zeichen für eine Verlängerung: So hatte Präsident Herbert Hainer während der Asienreise der Bayern positive Signale gesendet und Hoeneß sich im ersten Trainingslager der Münchner in Rottach-Egern Ende Juli für seine Aussagen bei Eberl öffentlich entschuldigt und ein neues Arbeitspapier in Aussicht gestellt. Das wurde nun unterzeichnet.
„Wir haben noch viel vor.“ (Jan-Christian Dreesen)
„Kontinuität sorgt für Orientierung, Stabilität verschafft Stärke: Beides brauchen wir, um den FC Bayern auf höchstem Niveau konsequent weiterzuentwickeln“, wird Hainer in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats zitiert: „Gerade in dem dynamischen Wettbewerb, in dem man als internationaler Spitzenverein seinen Weg gehen muss, steht Beständigkeit für eine klare Überzeugung. Mit Jan-Christian Dreesen, Max Eberl und Rouven Kasper ist unser Vorstand hervorragend aufgestellt, um den FC Bayern sportlich wie wirtschaftlich weiter voranzubringen und seine Spitzenposition in Europa zu behaupten.“
Dreesen hat das Amt als Vorstandsvorsitzender derweil bereits seit 2023 inne. Die Verlängerung mit dem CEO und Finanz-Guru galt schon länger als gesichert. Dreesen dankte in seinem Statement dem Aufsichtsrat und fügte an: „Als Vorstandsteam gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Mitgliedern und Fans wollen wir auch künftig alles dafür tun, damit der FC Bayern der Spitzenklub bleibt, auf den wir alle stolz sind. Das treibt uns an – und wir haben noch viel vor.“
