Der FC Bayern hat nach den Vertragsverlängerungen mit seinen Vorständen nun auch bei Sportdirektor Christoph Freund Nägel mit Köpfen gemacht. Der 49-Jährige erhält in München ein neues Arbeitspapier über den nächsten Sommer hinaus.
Nächstes Münchner Vertrauensbekenntnis
Ende August hatten die Bayern im Zuge einer Aufsichtsratssitzung bereits erste zentrale Zukunftsentscheidungen gefällt. Wenig überraschend wurden die auslaufenden Verträge mit CEO Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl, der in seiner Zeit in München nicht immer unumstritten war, vorzeitig bis 2029 verlängert.
Dass sich in der Folge auch mit dem auslaufenden Kontrakt von Sportdirektor Christoph Freund beschäftigt werden würde, war bekannt. Und dem jüngsten Optimismus Dreesens („Dieses offene Thema kurzfristig lösen“) folgte nun die offizielle Bekanntgabe: Der Österreicher erhält in München einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
„Erwartungen mehr als erfüllt“
„Christoph Freund spielt bei all unseren sportlichen Entscheidungen eine zentrale Rolle – und wir freuen uns, dass er auch in Zukunft für den FC Bayern tätig sein wird. Die Erfolge der vergangenen Jahre sind mit ein Verdienst seiner hervorragenden Arbeit“, erklärte Dreesen in der Klubmitteilung am Mittwoch. „Christoph pflegt einen ausgezeichneten Austausch mit Vincent Kompany, ist eng an der Mannschaft und hat zugleich den gesamten sportlichen Bereich im Blick. Als er 2023 zum FC Bayern kam, haben wir uns von ihm nicht nur wichtige Impulse für unsere Profimannschaft versprochen, sondern auch neue Akzente bei der Talente-Entwicklung und Verzahnung zwischen Profis und Campus. Er hat die in ihn gesetzten Erwartungen mehr als erfüllt.“
Auch Eberl sieht in Freund einen „wertvollen Teil unseres Teams, eine wichtige Anspielstation im sportlichen Bereich, von den Profis mit dem Staff bis hin zum FC Bayern Campus. Wir ergänzen uns im Alltag, die Zusammenarbeit macht Spaß und ist immer auf das gemeinsame Ziel ausgerichtet, den FC Bayern stetig voranzubringen.“
Nach acht Jahren als Sportdirektor bei RB Salzburg hatte sich Freund im Sommer 2023 für den Schritt zu den Bayern entschieden. Eine Entscheidung, die damals auch die Familie begrüßte, wie Freund im Juli vor drei Jahren verriet: „Mama hat gesagt: ‚München ist schöner als London. Das passt gut.'“
Sowohl die Bayern als auch Freund haben die Entscheidung offensichtlich nicht bereut. In die Ära Freund fallen unter anderem die Transfers von Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz. Im vergangenen Sommer half Freund auch mit, Nathaniel Brown aus Frankfurt und Ismael Saibari aus Eindhoven nach München zu lotsen.
„Ich bin sehr glücklich, auch in Zukunft meinen Beitrag zur Weiterentwicklung des FC Bayern leisten zu können“, freut sich Freund. „Der FC Bayern ist einer der größten Vereine der Welt, und für mich ist diese Aufgabe seit meinem Start hier eine Herzensangelegenheit geworden. Wir haben uns zusammen auf eine spannende Reise aufgemacht, auf der wir uns noch viel vorgenommen haben. Es ist ungemein erfüllend, hier gemeinsam immer wieder neue Impulse zu setzen, um den FC Bayern weiter dort zu halten, wo ihn unsere Fans und wir alle sehen wollen: ganz, ganz oben.“
