Am Donnerstag kurz nach 13 Uhr wird bei Mainz 05 Gewissheit darüber herrschen, ob Nadiem Amiri zum WM-Aufgebot des DFB gehört. Dann stünde der 29-Jährige weltweit im Schaufenster. Amiris Aussage, er wisse noch nicht, ob er im nächsten Jahr in Mainz spiele, kontert Sportvorstand Christian Heidel gelassen.
Langer Transfersommer
„Wir haben überall die Hand drauf. Das heißt, wir können entscheiden, ob ein Spieler den Verein verlässt oder nicht. Wir lassen es auf uns zukommen“, so Christian Heidel gegenüber kicker.tv auf die Frage nach der Zukunft von Nadiem Amiri, Kaishu Sano und Paul Nebel.
Das Trio hat noch laufende Verträge, doch mindestens einer von ihnen wird den Verein vermutlich verlassen, denn wie in den vergangenen Jahren gehört es auch 2026 zum Geschäftsmodell von Mainz 05, einen Spielerverkauf im zweistelligen Millionenbereich zu tätigen.
Die Arbeitspapiere von Amiri und Sano laufen bis 2028, der Vertrag von Nebel bis 2027. Mit Letzterem wird über eine Verlängerung gesprochen. Sollte dies misslingen, wäre der Sommer 2026 die letzte Gelegenheit, den 23-Jährigen für einen guten Preis zu verkaufen.
„Durch die WM wird sich alles ein bisschen nach hinten verschieben, aber wir müssen keine Angst haben, weil wir es im Endeffekt selbst entscheiden. Ich bin auch mal gespannt, was kommt“, betont Heidel.
Amiri auf dem Niveau von Grimaldo
Amiri hat in der Saison 2025/26 zwölf Tore erzielt, davon acht per Elfmeter. Seine bisherige Saisonbestmarke lag bei sieben. Davor waren es maximal vier. Zudem ist Amiri ligaweit der erfolgreichste Standardschütze der Saison 2025/26: Aus seinen ruhenden Bällen fiel zwölfmal ein Mainzer Tor. Diese Bestmarke teilt er sich mit Leverkusens Alejandro Grimaldo. „Er hat Qualitäten, die der Nationalmannschaft guttun würden“, bekräftigt der Mainzer Trainer Urs Fischer.
Nach dem letzten Saisonspiel in Heidenheim hat die Mainzer Nummer 10 bei Sky die Frage nach seiner Zukunft wie folgt beantwortet: „Ich weiß es wirklich nicht.“ Er wolle sich mit seiner Familie und seinem Berater „im Urlaub hinsetzen und zusammen entscheiden“. Sportvorstand Heidel entgegnete darauf: „Ich bin ihm nicht böse, aber er hat in diesem Moment eines vergessen: Wir sind die Wichtigsten, aber wir sind tiefenentspannt.“
