Historischer Sieg lindert Elversbergs Ärger über „krasse“ Fehlentscheidung

Die SV Elversberg hat auch das erste Auswärtsspiel der Saison für sich entschieden und steht damit weiter makellos da. Da ließ sich auch der Ärger über eine Fehlentscheidung vor einem Gladbacher Tor verschmerzen. Dennoch droht Trainer Vincent Wagner nun ausgerechnet gegen Bayern zu fehlen.

Wagner vor Sperre gegen Bayern

Angesichts der Tatsache, dass nach 90 Minuten ein 4:3-Auswärtserfolg auf der Anzeigetafel stand und die SV Elversberg auch im ersten Bundesliga-Auswärtsspiel der Vereinsgeschichte als Sieger vom Platz ging, konnte die SVE am Ende verschmerzen, dass dem zwischenzeitlichen 2:1 für die Borussia eine klare Fehlentscheidung vorausgegangen war.

Was war passiert? In einem Zweikampf mit Felix Keidel hatte Tim Kleindienst klar erkennbar zuletzt den Ball berührt, sich aber sofort den Ball geschnappt und einen Einwurf schnell ausgeführt. Eigentlich hätte es also Einwurf für Elversberg geben müssen, das dann aber mit ansehen musste, wie die Borussia durch Hugo Bolin traf. Weil der VAR in dem Fall nicht eingreifen darf, zählte der Treffer.

„Ich glaube, es hat ja jeder gesehen“

Das brachte verständlicherweise auch Elversbergs Trainer Vincent Wagner auf die Palme. „Ich glaube, es hat ja jeder gesehen. Finde ich krass“, sagte er nach dem Spiel bei Sky. „Da ist ja sehr, sehr viel Energie drin und unheimlich viel Liebe und man steckt da unfassbar viel Arbeit rein. Dann spielen wir hier unser zweites Bundesliga-Spiel und wir kriegen so eine Entscheidung?“

Neben der Fehlentscheidung an sich sorgte bei Wagner auch die Gelb-Rote Karte nach der Pause für Unverständnis. Zunächst hatte er Gelb gesehen, nach dem Pausenpfiff betrat er dann noch einmal das Spielfeld, um mit Schiedsrichter Martin Petersen zu sprechen – und sah dafür die zweite Gelbe Karte. „Ich wollte mich mit dem Spielleiter einfach mal in Ruhe unterhalten, auch in der Halbzeitpause“, erklärte Wagner. „Da war keine aggressive Bewegung. Deswegen bin ich ganz entspannt, ganz langsam, ganz seicht in seine Richtung gelaufen, darf ich wohl auch nicht machen.“

Sperre gegen Bayern? Wagner zwiegespalten

Damit wird Wagner wohl nun ausgerechnet im kommenden Heimspiel gegen den FC Bayern gesperrt fehlen. „Mal gucken, ob ich jetzt als Belohnung oder als kleine Strafe gegen die Bayern nicht an der Linie stehen darf“, hofft Wagner indes auf Gnade. „Auf der einen Seite wäre es total bitter, auf der anderen Seite würde ich mich aber auch für die anderen Jungs im Trainerteam freuen – rücken sie nochmal ein bisschen mehr nach vorne, die haben es auch verdient und heute ja auch genial gemacht – zusammen mit den Jungs.“

Trotz des Ärgers über die Entscheidungen überwog bei Wagner nach dem historischen Auswärtssieg aber die Freude über die Leistung seiner Mannschaft. „Sensationelle Leistung von den Jungs, vom Trainerteam – einfach cool.“ Einen Vorwurf an die Borussia äußerte Wagner derweil explizit nicht. „Warum auch?“, fragte er. Insbesondere der gegnerischen Trainerbank habe die Szene auch leidgetan.

 

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