Langeweile kennt man in Frankfurt am Deadline Day nicht. Auf Sportvorstand Markus Krösche und sein Team wartet ein hektischer Tag mit einigen Unwägbarkeiten. Die spannendste Frage dreht sich um Arnaud Kalimuendo, den die Hessen gerne erneut von Nottingham ausleihen würden.
Larsson vor Wechsel zu Fulham
Der Deadline Day verspricht auch in diesem Jahr Hochspannung bei Eintracht Frankfurt. Unvergessen bleibt der Transfer-Thriller um Randal Kolo Muani, der auf den Tag genau vor drei Jahren erst in den späten Abendstunden zu Paris St. Germain gewechselt war. Auf den allerletzten Drücker. Das Transferfenster in Deutschland war schon geschlossen, in Frankreich aber noch geöffnet. Im vergangenen Sommer versuchte Sportvorstand Markus Krösche am Deadline Day, William Osula aus Newcastle loszueisen – vergeblich. Ebenso wie das Bemühen um die Sechser Sergi Altimira und Soungoutou Magassa.
Die spannendste Frage des diesjährigen Deadline Days lautet: Gelingt es Krösche, Arnaud Kalimuendo ein weiteres Mal aus Nottingham auszuleihen? Der Stürmer überzeugte während seiner halbjährigen Leihe in der Rückrunde, die Kaufoption in Höhe von 27 Millionen Euro konnte und wollte die Eintracht aber nicht stemmen. Nottingham würde den Franzosen am liebsten verkaufen, doch das kann sich die Eintracht nicht leisten.
Trio um Larsson im Fokus
Schon für eine Leihe müsste sich zunächst noch etwas bei den Abgängen tun. Mittelfeldspieler Hugo Larsson wechselt wohl zum FC Fulham und müsste aufgrund der Verpflichtung von Noel Aseko nicht ersetzt werden. Bei der möglichen Ablöse für Larsson kursieren im Hintergrund verschiedene Zahlen, es dürfte auf 22 bis 25 Millionen Euro hinauslaufen. Auch eine Leihe mit Kaufpflicht steht offenbar zur Diskussion. Sollte der Larsson-Deal über die Bühne gehen, wären Mittel frei für eine Kalimuendo-Leihe. Dann würde alles von Nottingham abhängen. Am vergangenen Wochenende berief Coach Oliver Glasner den Stürmer beim 2:2 in Liverpool nicht in den Kader.
Weiterhin offen ist, wie es mit Fares Chaibi und Jean-Matteo Bahoya weitergeht. Bahoya lehnte zum Verdruss der Frankfurter eine Offerte von Hull City ab. Bleibt die Hoffnung, dass die Berater des 21-Jährigen noch ein heißeres Eisen im Feuer haben. Mit Chaibi sollen sich unter anderem Crystal Palace und Newcastle United beschäftigt haben – schwer einzuschätzen, ob das noch richtig heiß wird. Seit Montag ist auch ein Abgang von Ritsu Doan vom Tisch. Dem Vernehmen nach hatte der Japaner in Frankfurt sogar schon den Medizincheck absolviert, entschied sich aus persönlich-familiären Gründen dann aber gegen einen Wechsel zu Al-Ittihad und stieg nicht in den Flieger.
Indes brodelt in der Türkei einmal mehr die Gerüchteküche. Angeblich baggert Fenerbahce an Can Uzun. Der ist allerdings als Schlüsselspieler in der Offensive fest eingeplant. Ganz ausschließen kann man einen Abgang in diesem zuweilen verrückten Business nicht, doch das wäre schon eine faustdicke Überraschung. Sehr viel wahrscheinlicher ist ein Abgang von Linksverteidiger Niels Nkounkou, für den in Nizza eine Tür aufgegangen ist.
