Für den Klassenerhalt in der bevorstehenden Saison muss beim SCP07 alles passen. Mit vielen Spielen in der höchsten Spielklasse können die Ostwestfalen bislang nicht glänzen. Also rückt vorerst auch ein Akteur verstärkt in den Blickpunkt, der weiß wie es „oben“ zugeht.
Bundesliga-Erfahrung hält sich beim Aufsteiger Paderborn in Grenzen
Keeper Markus Schubert machte 2019/20 einmal neun Spiele für Schalke. Paderborns letztjähriger Kapitän Felix Götze lief sechsmal in der Bundesliga auf, 2018/19 mit Augsburg. Ein „einmaliges“ Erlebnis hatte Luka Duric voriges Jahr per Einwechslung einige Minuten für Hoffenheim beim 1:5 gegen den FC Bayern in der Allianz-Arena. Und Oliver Batista Meier trug sogar selbst zwölf Minuten das Trikot des Rekordmeisters, 2019/20 beim 5:0 gegen Düsseldorf.
Stippvisiten einzelner, die beim Aufsteiger von zwei Kollegen in den Schatten gestellt werden. „Mit Sven Michel und Steffen Tigges haben wir zwei Spieler, die Bundesliga schon über einen längeren Zeitraum gespielt haben“, führt Sportchef Sebastian Lange aus. Während Michel 29 seiner 85 Erstligaeinsätze sogar 2019/20 für den SCP07 bestritt (die übrigen für Union und Augsburg), spielte Tigges 15-mal für Borussia Dortmund, 55-mal für den 1. FC Köln.
Testspiel in der Geburtsstadt gegen den Ex-Klub
Dass sich die Erstliga-Erfahrung seines Teams bislang – Zugänge sollen ja noch folgen – in Grenzen hält, stört Tigges nicht. „Sorgen mache ich mir keine. Ich glaube, dass wir durch den Teamspirit viel wettgemacht haben“, sagt der an diesem Freitag, einen Tag vor dem Testspiel gegen seinen Ex-Klub VfL in seiner Geburtsstadt Osnabrück, 28 Jahre alt werdende Angreifer nicht. „Ich vertraue wieder auf die Verantwortlichen, dass sie uns einen richtig guten Kader zusammenstellen werden.“
Jungvater Tigges setzt zudem darauf, dass auf dem „Paderborner Weg“ auch wieder bislang noch wenig bekannte Talente ins Rampenlicht treten. Wir haben viele neue, junge Spieler dazubekommen, die auf diesem Niveau noch nicht so viel Spielpraxis gehabt haben. Die Neuen sind super Jungs, entwicklungsfähig, hungrig, haben Bock, zu lernen.“ Der Teamspirit sei für die Bundesliga ein entscheidender Punkt. „Wir sind in den letzten Wochen als Mannschaft schon sehr eng zusammengerückt.“
Sechs Treffer in 32 Zweitligaeinsätzen 2025/26
Gerade in seinem Mannschaftsteil verfüge Trainer Ralf Kettemann auch sportlich bereits über eine gute Auswahl. „Wir sind vorne mit Stef Marino, Kenny Okpala, aber auch Sven Michel, Lasse Eickel und mir ein paar Jungs, die es richtig gut machen“, glaubt Tigges. „Spieler, die unterschiedliche Profile haben und so für unterschiedliche Spielstände und Gegner geeignet sind.“
In 32 Zweitligaeinsätzen gelangen dem 1,93-Meter-Mann im vergangenen Jahr sechs Treffer, meist im Sturmzentrum eingesetzt. Eigenschaften, die Anklang finden. Bei der Spielersuche im Offensivbereich konzentriert sich der Klub derzeit eher auf quirlige, kreative Flügelspieler. „Was der Verein an Transfers macht, darauf habe ich nur bedingt Einfluss“, sagt Tigges und verweist auf die eigene Arbeit. „Ich kann nur mit meinen Trainings- und Spielleistungen überzeugen.“
